
Effiziente Klimatisierung großer Industriehallen durch Zonenkühlung
Große Raumhöhen erschweren die Hallenklimatisierung. Gezielte Zonenkühlung und Destratifikation bieten hier eine wirtschaftliche Lösung zur Lastspitzenreduktion.
Die Herausforderung hoher Hallenvolumina
Großflächige Industrie- und Logistikbauten stellen Planer vor komplexe Aufgaben. Aufgrund der massiven Raumhöhen von bis zu 14 Metern bilden sich ausgeprägte thermische Schichtungen. Während sich unter dem Hallendach warme Luftmassen stauen, herrschen am Boden oft deutlich kühlere Temperaturen. In Kombination mit internen Wärmelasten – etwa durch Maschinenabwärme oder wechselnde Verkehrsströme an Toren – wird eine vollflächige Klimatisierung des gesamten Hallenvolumens unwirtschaftlich und energetisch ineffizient.
Strategische Zonenkühlung
Um den Anforderungen der ASR A3.5 gerecht zu werden und die thermische Belastung an Arbeitsplätzen gezielt zu senken, etabliert sich die segmentierte Zonenkühlung. Anstatt das gesamte Hallenvolumen zu temperieren, versorgen VRF- oder Split-Systeme nur jene Bereiche, in denen dauerhaft Personal tätig ist. Dies minimiert den Kältebedarf erheblich und fokussiert die Energie auf die relevanten Zonen.
Synergie durch Destratifikation
Ergänzend zur Zonenklimatisierung kommen großflächige Destratifikationsventilatoren zum Einsatz. Diese sorgen im Sommerbetrieb für eine sanfte Luftwalze, die den Kälteeintrag im Aufenthaltsbereich stabilisiert, ohne unangenehme Zugluft zu verursachen. In der kalten Jahreszeit kehrt sich der Nutzen um: Die unter der Decke gestaute Wärme wird kontrolliert nach unten geführt. Diese Kombination ermöglicht es, den Energieeinsatz bivalenter Wärmepumpensysteme um bis zu 25 Prozent zu senken.
Fazit
Die intelligente Kombination aus lokaler Zonenkühlung und präziser Luftführung ist der Schlüssel für ein effizientes Hallenklima. Sie schützt das Personal, entspricht aktuellen Richtlinien und senkt nachhaltig die Betriebskosten.
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