
Hallenkühlung mit R32 Inverter-Kaltwassersätzen
Daikin setzt auf R32-Inverter-Kaltwassersätze zur industriellen Kühlung. Erfahren Sie, wie Betreiber hohe Raumtemperaturen unter Einhaltung der ASR A3.5 effizient senken.
Thermische Lasten in Industrie und Gewerbe beherrschen
Produktionsstätten, Lager- und Gewerbehallen weisen bauartbedingt große Luftvolumina und hohe interne Wärmelasten auf. Maschinelle Abwärme, Beleuchtungssysteme und solare Einstrahlung über großflächige Hallendächer treiben die Raumtemperaturen im Sommer rasch über die zulässigen Grenzwerte nach Arbeitsstättenrichtlinie. Für Betreiber wächst damit der Druck, Kühlkonzepte umzusetzen, die hohe Kühlleistungen gewährleisten, ohne die betrieblichen Energiekosten explodieren zu lassen.
Während in kleineren Gebäudeeinheiten oft direkte Split- oder Multi-Split-Lösungen greifen, verlangt die thermische Beherrschung von weitläufigen Hallenstrukturen nach robusten Großsystemen. Neben adiabaten Systemen zur Verdunstungskühlung gewinnen insbesondere geschlossene Kaltwassernetze massiv an Bedeutung.
Kaltwassersätze mit Kältemittel R32 als Herzstück zentraler Systeme
Als zentraler Erzeuger fungiert im modernen Hallenbau häufig ein luftgekühlter Flüssigkeitskühler (Chiller). Daikin setzt in diesem Segment konsequent auf die Weiterentwicklung von Inverter-Kaltwassersätzen mit dem Kältemittel R32 (wie etwa der Baureihe EWAK-CZ). Gegenüber herkömmlichen Kältemitteln wie R410A überzeugt R32 durch ein um rund zwei Drittel geringeres Treibhauspotenzial (Global Warming Potential, GWP von 675) und eine spürbar höhere thermodynamische Effizienz.
Durch den Einsatz drehzahlgeregelter Inverter-Verdichter passen sich diese Kaltwassersätze exakt dem aktuellen Teillastbedarf der Halle an. Das verhindert ineffizientes Takten und reduziert Leistungsspitzen beim Strombezug erheblich. Das abgekühlte Wasser wird über isolierte Rohrtrassen durch das Gebäude geleitet und über Kaltwasser-Umluftkühlgeräte, Deckeninduktionsdurchlässe oder zentrale Lüftungsanlagen direkt in den Aufenthalts- und Arbeitsbereich eingebracht.
Kombination mit adiabater Kühlung und Freikühlung
In ganzheitlich gedachten Hallenkonzepten arbeiten Kaltwassersysteme zunehmend im Verbund mit Freikühlregistern und adiabaten Vorkühlsystemen. Sobald die Außenlufttemperatur unter die Rücklauftemperatur des Wassernetzes sinkt, übernimmt die Freikühlung einen Teil der Last vollständig kompressorlos. In Übergangs- und Sommerphasen kann die Befeuchtung der Zuluft (adiabate Kühlung) die Lufttemperatur energieeffizient absenken, wodurch der Kaltwassersatz erst bei extremen Hitzespitzen die Spitzenlast abfangen muss. Das schont die Anlagentechnik und senkt die jährlichen Betriebskosten.
Intelligente Gebäudeautomation: Präzise Zonensteuerung gegen Wärmepolster
Ein wesentlicher Hebel für wirtschaftliche Hallenkühlung liegt in der Gebäudeautomation. In hohen Hallen entstehen ohne gezielte Steuerung extreme Temperaturgradienten zwischen Boden und Hallendecke. Moderne Steuerungsplattformen von Daikin binden Kaltwassersätze, Umluftkühlgeräte und eventuelle Deckenventilatoren über Schnittstellen wie BACnet oder Modbus in das übergeordnete Gebäudeleitsystem (GLT) ein.
Sensoren erfassen Temperatur, Feuchte und Präsenz in unterschiedlichen Hallenzonen. Die Automation regelt Volumenströme bedarfsgerecht nach Arbeitszeiten und Prozesswärmeaufkommen. Zudem verhindert eine kontinuierliche Taupunktüberwachung zuverlässig, dass es an wasserführenden Deckenregistern oder Rohren zu Feuchtigkeitskondensation kommt – ein essenzieller Sicherheitsfaktor in Industriehallen mit empfindlichen Lagergütern oder elektronischen Fertigungsstraßen.
Planungshorizont und Fördermöglichkeiten im Gewerbe
Industrie- und Gewerbeunternehmen sollten Hallenklimatisierung vorausschauend planen. Werden Systeme mit Wärmepumpenfunktion zur ganzjährigen Beheizung und Kühlung installiert, bestehen im Rahmen von Programmen wie der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sowie speziellen Bundesförderungen für Kälte- und Klimaanlagen bei der BAFA unter definierten Effizienzkriterien Fördermöglichkeiten. Angesichts stark nachgefragter Fachbetriebe und gesetzlicher Vorgaben aus der F-Gase-Verordnung sichert der frühzeitige Umstieg auf zukunftssichere Kältemittel wie R32 und modulierende Kaltwassersysteme langfristige Betriebs- und Planungssicherheit.
Bildverweise
- 1.Quelle: Daikin Applied Europe, BAFA Fördermitteldatenbank
- 2.Bild: Daikin Applied Europe
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