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Installationsanleitung
S-Klima FDUM und FDE Gewerbe-Innengeräte: Montage- und Installationshandbuch

Detaillierte Installationsanleitung für die S-Klima Kanalgeräte (FDUM) und Deckenunterbaugeräte (FDE) der FDS- und S-Serie inklusive Montageabständen und Kondensatführung.
S-Klima FDUM Kanalgeräte und FDE Deckenunterbaugeräte: Fachgerechte Montage
Die Kanalgeräte der Serie FDUM sowie die Deckenunterbaugeräte der Serie FDE bieten flexible Lösungen für gewerbliche Räume, Großraumbüros und Verkaufsflächen. Bei beiden Gerätetypen sind exakte Mindestabstände für Wartung und Luftströmung zwingend einzuhalten.
1. Montageabstände und Baufreiräume
Kanalgeräte FDUM (Zwischendeckeneinbau)
- Wartungsöffnung: An der Geräteunterseite oder seitlich ist eine Inspektionsöffnung von mindestens 450 mm × 450 mm (empfohlen 600 mm × 600 mm) vorzusehen, um Zugang zu Verdampfer, Lüftermotor und Kondensatwanne zu gewährleisten.
- Deckenabstand: Mindestens 20 mm Freiraum zur Rohdecke für Schwingungsdämpfer.
- Kanalanschluss: Elastische Segeltuchstutzen an Saug- und Druckseite entkoppeln Körperschallübertragungen auf das Kanalsystem.
Deckenunterbaugeräte FDE
- Seitenabstand: Mindestens 200 mm Freiraum links und rechts zu angrenzenden Wänden für Service- und Verrohrungsarbeiten.
- Deckenabstand: Mindestens 50 mm zur Rohdecke für Luftansaugung.
- Freiraum Ausblas: Mindestens 2.500 mm freie Wurfweite ohne störende Einbauten.
2. Kondensatführung und Neigungswinkel
Das interne Pumpensystem der FDUM-Geräte überwindet Förderhöhen von bis zu 600 mm ab Geräteunterkante. Bei Gefälleleitungen gilt:
- Konstantes Gefälle von mindestens 1:100 (1 cm pro laufendem Meter).
- Keine Siphons im Steigebereich der internen Kondensatpumpe.
- Vollständige diffusionsdichte Isolierung der Kondensatleitung gegen Tauwasserbildung.
3. Beispielrechnung: Statische Pressung und Luftkanal-Auslegung (FDUM 71)
Für ein Kanalgerät FDUM 71 mit einem Nennvolumenstrom von $V = 1.200,\mathrm{m^3/h}$ und einer maximalen externen statischen Pressung von $100,\mathrm{Pa}$:
- Zulässiger Druckverlust je Meter Kanalnetz: $$\Delta p_{\text{spez}} = \frac{\Delta p_{\text{verf}}}{L_{\text{äquiv}}} = \frac{70,\mathrm{Pa}}{35,\mathrm{m}} = 2{,}0,\mathrm{Pa/m}$$ (unter Abzug von 30 Pa für Auslassgitter und Filter)
- Kanalquerschnitt: $$A = \frac{V}{v} = \frac{1.200 / 3600}{3{,}5,\mathrm{m/s}} \approx 0{,}095,\mathrm{m^2} \Rightarrow \text{Kanalmaß } 400,\mathrm{mm} \times 250,\mathrm{mm}$$
- Schalldruckpegelkontrolle: Durch Begrenzung der Strömungsgeschwindigkeit auf $3{,}5,\mathrm{m/s}$ im Hauptstrang bleibt der interne Schalldruckpegel im akustischen Normbereich von $\le 32,\mathrm{dB(A)}$.
4. Inbetriebnahme und Kältemittelanschlüsse
- Bördelanschlüsse mit Drehmomentschlüssel anziehen (Flüssigkeitsleitung 1/4": 14–18 Nm; Sauggasleitung 1/2": 49–61 Nm).
- Druckprobe mit trockenem Stickstoff bei 41,5 bar über mindestens 24 Stunden.
- Evakuierung auf unter 2,0 mbar (1.500 Mikron) zur restlosen Beseitigung von Restfeuchte.
