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Installationsanleitung Mitsubishi HeavyZuletzt geprüft: 17.9.2026

Mitsubishi Heavy Hydrolution HMA/HMS Wärmepumpen: Inbetriebnahme und Betriebsanleitung

Betriebs- und Inbetriebnahmehandbuch für die Split-Luft-Wasser-Wärmepumpen Hydrolution mit den Inneneinheiten HMA100V und HMS140V sowie Außengeräten FDCW.

Systemkonzept der Hydrolution Luft-Wasser-Wärmepumpenserie

Die Hydrolution-Reihe verbindet ein modulierendes Inverter-Außengerät (FDCW71VNX bis FDCW140VNX) mit kompakten All-in-One-Hydraulikmodulen (HMA mit integriertem 180-Liter-Brauchwasserspeicher) oder reinen Hydro-Split-Stationen (HMS für externe Speicheranbindung). Sie deckt Heizung, Brauchwarmwasserbereitung und Kühlbetrieb in Wohn- und kleineren Gewerbegebäuden ab.

Hauptbestandteile des Systems

  1. Außeneinheit (FDCW): Drehzalgeregelter Twin-Rotary-Kompressor, Außentemperaturfühler und elektronisches Expansionsventil.
  2. Hydraulikeinheit (HMA/HMS): Plattenwärmetauscher, geregelte Hocheffizienz-Umwälzpumpe, Not-Heizstab (bis 9 kW stufig schaltbar) sowie Membran-Sicherheitsventil.
  3. Regelungszentrale: Displayeinheit zur witterungsgeführten Vorlauftemperaturregelung mit konfigurierbaren Heizkurven.

Schritt-für-Schritt Inbetriebnahme

1. Dichtheitsprüfung und Evakuierung des Kältekreises

  • Kältemittelleitungen zwischen FDCW und Hydro-Einheit mit trockenem Stickstoff bei 41,5 bar (4,15 MPa) über 24 Stunden abdrücken.
  • Nach Druckprüfung System mit zweistufiger Drehschieber-Vakuumpumpe auf unter 2 mbar (200 Pa) evakuieren und Standprobe über mindestens 30 Minuten durchführen.

2. Spülen und Befüllen des Heizkreises

  • Heizkreis mit aufbereitetem Füllwasser nach VDI 2035 (Härtegrad < 8,4 °dH, pH-Wert 8,2 - 9,5) befüllen.
  • Anlage über automatische Entlüfter an Vor- und Rücklauf gründlich entlüften.
  • Mindest-Systemdruck von 1,5 bar im kalten Zustand einstellen.

3. Konfiguration der Heizkurve an der Steuerung

Die Heizkurvenfunktion passt die Vorlauftemperatur automatisch an die Außentemperatur an. Bei Fußbodenheizung gilt typischerweise Kurve 4 oder 5, bei Niedertemperatur-Heizkörpern Kurve 8 oder 9.

| Außentemperatur (°C) | Vorlauf Fußbodenheizung (°C) | Vorlauf Radiatoren (°C) | |---|---|---| | +15 | 24 | 32 | | +5 | 29 | 42 | | -5 | 34 | 51 | | -15 | 39 | 58 |


Berechnung des Systemvolumenstroms

Für eine einwandfreie Funktion ohne Strömungsabrisse muss der Nennvolumenstrom der Umwälzpumpe eingehalten werden:

$$ \dot{V} = \frac{Q}{\rho \cdot c_p \cdot \Delta T} $$

Für eine Wärmeleistung von $Q = 8{,}0,\text{kW}$ bei Spreizung $\Delta T = 5,\text{K}$:

$$ \dot{V} = \frac{8{,}0,\text{kW}}{1{,}0,\text{kg/dm}^3 \cdot 1{,}163,\text{Wh/(kg K)} \cdot 5,\text{K}} \approx 1{,}38,\text{m}^3/\text{h} \quad (23,\text{l/min}) $$

Liegt der reale Heizkreisdurchfluss darunter, muss ein hydraulischer Pufferspeicher mit Überströmventil installiert werden.


Hersteller-Videos und Social Media

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Downloads

  • Hydrolution Benutzerhandbuch HMA100V / HMS140V

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