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Installationsanleitung Mitsubishi HeavyZuletzt geprüft: 16.9.2026

Mitsubishi Heavy Deckenkassetten FDTC Serie: Montage und Einbindung

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Montage, Kondensatverrohrung und Paneel-Installation von Mitsubishi Heavy Euro-Raster-Deckenkassetten der Serie FDTC.

Montage kompakter Deckenkassetten im Euro-Raster

Die Deckenkassetten der Serie FDTC (z. B. FDTC 25–60) zeichnen sich durch ihre Abmessungen aus, die exakt in Standard-Rasterdecken (600 x 600 mm) passen. Sie werden als Monosplit- oder Multi-Split-Lösung eingesetzt.

1. Vorbereitung und Deckenabhängung

  • Einheit an vier M10-Gewindestangen mit Kontermuttern und Schwingungsdämpfern aufhängen.
  • Auf die exakt waagerechte Ausrichtung achten, um den automatischen Wasserablauf zur integrierten Kondensathebepumpe zu gewährleisten.
  • Ausreichenden Revisionszugang im Deckenbereich für Filterwartung und Elektrik einplanen.

2. Kondensatleitung und Hebefunktion

  • Die integrierte Kondensathebepumpe überwindet Steighöhen von bis zu 850 mm ab Unterkante Deckenkassette.
  • Steigleitung starr nach oben führen und anschließend mit stetigem Gefälle (mind. 1:100) in die Abwasserleitung einbinden; Bogenbildung und Luftsäcke vermeiden.
  • Vor Inbetriebnahme Testwasser über den Befüllstutzen einbringen und Auslösen des Schwimmerschalters kontrollieren.

3. Paneelmontage und Ausblaslamellen

  • Das Design-Wabenpaneel bündig ansetzen und mit den beiliegenden Fixierschrauben gleichmäßig anziehen, sodass keine Dichtungsspalten entstehen.
  • Den Steckverbinder für die motorischen Einzellamellen mit der Hauptplatine verbinden.
  • Zugluftfreie 360°-Luftverteilung über die Fernbedienung kalibrieren.

Fachgerechte Kältekreis-Einbindung, elektrische Adressierung und Normenkonformität

1. Kältetechnischer Anschluss und Leitungsdimensionierung

Die kompakten FDTC-Kassetten erfordern präzise Bördelanschlüsse und eine lückenlose diffusionsdichte Dämmung bis direkt an den Gerätekorpus. Bei der Kältemittelleitungsführung sind je nach Leistungsstufe abgestimmte Rohrquerschnitte erforderlich:

  • FDTC 25–35 (R32 / R410A): Flüssigkeitsleitung 1/4" (6,35 mm), Sauggasleitung 3/8" (9,52 mm).
  • FDTC 50–60 (R32 / R410A): Flüssigkeitsleitung 1/4" (6,35 mm), Sauggasleitung 1/2" (12,7 mm).

Vor dem Öffnen der Serviceventile am Außengerät ist das Leitungssystem zwingend mit trockenem Stickstoff einer Druckprüfung nach DIN EN 378 (Prüfdruck typischerweise 41,5 bar) zu unterziehen. Anschließend muss ein Evakuieren auf unter 2 mbar (200 Pa) erfolgen, um Restfeuchtigkeit und nicht kondensierbare Gase restlos zu entfernen.

2. Typische Kältemittel-Nachfüllberechnung (Beispiel FDTC 50)

Werkseitig vorgefüllte Außengeräte decken in der Regel eine Leitungslänge bis 15 m ab. Bei längeren Trassen muss pro zusätzlichem Meter Kältemittel ergänzt werden:

| Parameter | Wert | | :--- | :--- | | Installierte Leitungslänge einfach | 23 m | | Vorgefüllte Leitungslänge ab Werk | 15 m | | Zusätzliche Rohrlänge | 8 m | | Spezifische Nachfüllmenge (R32) | 20 g/m | | Erforderliche Zusatzfüllung | 160 g |

3. Elektrischer Anschluss und Steuerungsbus

Die Signalübertragung zwischen Kassette und Außengerät bzw. Raumfernbedienung (z. B. RC-EX3A) erfolgt über einen ungeschirmten oder geschirmten 2-Ader-Bus (Klemmen X/Y). Für die Busleitung sollte ein Querschnitt von 0,5 mm² bis maximal 0,75 mm² gewählt werden. Bei Multi-Split-Installationen ist auf der Hauptplatine die Innenraum-Adressierung über die DIP-Schalter (SW1/SW2) eindeutig einzustellen, bevor die Spannungsversorgung (230 V / 50 Hz, Klemmen 1, 2, 3 und PE) zugeschaltet wird.

4. Typische Fehlerquellen in der Praxis

  • Kondensat-Stau: Ein Anheben der Kondensatleitung über das Maximalmaß von 850 mm oder fehlende Entlüftung an der Übergabestelle zur Sammelleitung führt zur Notabschaltung über den internen Schwimmerschalter.
  • Falscher Paneelsitz: Wird das Blendenpaneel ungleichmäßig verschraubt, dichtet das Gehäuse zur Zwischendecke nicht sauber ab. Warme Deckenluft wird angesaugt, was zu Schwitzwasserbildung am Paneelrahmen führt.
  • Nicht eingehaltenes Mindestraumvolumen: Gemäß DIN EN 378 und DIN EN 60335-2-40 muss bei Verwendung von A2L-Kältemitteln wie R32 die Raumfläche so dimensioniert sein, dass bei einer Leckage die praktische Sicherheitsgrenze (z. B. 0,306 kg/m³ bei R32) nicht überschritten wird.

Vertiefende Praxisanleitung: Inbetriebnahme, Sicherheitsauslegung und Fehlermanagement

1. Schritt-für-Schritt-Inbetriebnahme und Sensor-Kalibrierung

Um Zugluft und ungleichmäßige Raumkonditionierung zu vermeiden, verfügt die FDTC-Baureihe über individuell verstellbare Ausblaslamellen und optional das Draught-Prevention-Panel (Zugluftschutz). Die fachgerechte Einbindung erfolgt strukturiert:

  1. Kondensatpumpen-Funktionstest: Vor dem Verkleiden der Zwischendecke werden ca. 1 Liter Wasser über den Wartungsstutzen der Kassette eingefüllt. Schalten Sie das Gerät in den Testbetrieb (Cooling Mode), um das Anlaufen der Pumpe und den Abfluss über die 850-mm-Steigstrecke visuell zu prüfen. Gleichzeitig wird der Schwimmerschalter auf Freigängigkeit kontrolliert.
  2. Paneel-Initialisierung und Endlageneinstellung: Nach Montage des 600x600-Paneels wird die Fernbedienung (z. B. RC-EX3A) in den Servicemodus versetzt. Hierüber wird jede der vier Ausblasblenden einzeln angesteuert. Bei Deckenhöhen über 2,7 m ist im Servicemenü die Deckenhöhenkorrektur zu aktivieren, um den statischen Druck und die Wurfweite der Ventilatoren anzupassen.
  3. Funktionskontrolle des Bewegungssensors (sofern vorhanden): Wird das Paneel mit integriertem Presence-Sensor verbaut, ist dessen Erfassungsbereich softwareseitig auf Raumhindernisse wie Stellwände oder Säulen abzugleichen, um ein ungewolltes Umschalten in den Eco-Modus zu verhindern.

2. Normenkonforme Auslegung: Sicherheitsgrenze nach DIN EN 378

Bei Monosplit- und Multisplit-Systemen mit Kältemitteln der Sicherheitsklasse A2L (wie R32) schreibt DIN EN 378 / DIN EN 60335-2-40 vor, dass bei einer plötzlichen Totalleckage die Konzentration im Aufstellungsraum die praktische Grenze (LFL-bezogen) von $0,306,\mathrm{kg/m^3}$ nicht überschreitet, sofern keine aktiven Sicherheitsmaßnahmen (z. B. automatische Absperrventile oder Notabluft) vorgesehen sind.

| Auslegungsfaktor | Berechnungsbeispiel FDTC 35 | Berechnungsbeispiel FDTC 60 (lange Trasse) | | :--- | :--- | :--- | | Gesamte Kältemittelfüllung ($M$) | 1,15 kg R32 | 1,85 kg R32 | | Sicherheitsgrenzwert ($LFL \times 0,25$) | 0,306 kg/m³ | 0,306 kg/m³ | | Erforderliches Raumvolumen ($V_{\min} = M / 0,306$) | mind. 3,76 m³ | mind. 6,05 m³ | | Notwendige Mindestgrundfläche (bei 2,5 m Raumhöhe) | ca. 1,51 m² | ca. 2,42 m² |

Praxishinweis: Liegt der Einsatz in kleinen Büro- oder Behandlungsräumen unterhalb des ermittelten Mindestvolumens, muss der Raum dauerhaft unverschließbar mit Nachbarräumen verbunden sein (Überströmöffnungen) oder eine aktive Leckageerkennung installiert werden.

3. Diagnose häufiger Installations- und Betriebsfehler

  • Thermischer Kurzschluss: Sitzt die Kassette zu nah an Beleuchtungskörpern oder Trägerbalken, wird kühle Ausblasluft direkt wieder in das Ansauggitter zurückreflektiert. Die Temperaturfühler täuschen ein erreichtes Soll vor und takten den Inverter vorzeitig ab.
  • Druckverlust in der Kondensatleitung: Wird die Steigleitung nach dem Scheitelpunkt von 850 mm ohne offene Belüftung direkt in einen Fallstrang geführt, entsteht ein Hebereffekt, der die Kondensatwanne leersaugt und Geruchsbelästigung aus dem Abwassernetz ins Büro einleitet.

Hersteller-Videos und Social Media

Passende Videos des Herstellers:

Downloads

  • Mitsubishi Heavy Industries Deckenkassetten verbinden

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