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Sonstiges LGZuletzt geprüft: 16.9.2026

LG Klimasysteme: Regelmäßige Wartung, Inspektion und Fehlerbehebung

Leitfaden für Service- und Wartungsintervalle von LG Split-Klimageräten sowie Hinweise zur Fehlerdiagnose über Status-LEDs und Fehlercodes.

Leitfaden zur Wartung und Instandhaltung von LG Klimaanlagen

Regelmäßige Pflege erhält den hohen Wirkungsgrad und die Langlebigkeit von LG Klimaanlagen und Wärmepumpen. Nachfolgend sind empfohlene Wartungsmaßnahmen und Diagnoseschritte aufgeführt.

1. Regelmäßige Wartungsschritte für Nutzer

  • Luftfilter reinigen: Alle 2 bis 4 Wochen die Filter der Inneneinheit herausnehmen, mit lauwarmem Wasser abspülen, im Schatten trocknen lassen und wieder einsetzen.
  • Gehäusepflege: Oberflächen des Innengeräts mit einem weichen, trockenen oder leicht feuchten Tuch abwischen (keine aggressiven Scheuermittel oder Lösungsmittel verwenden).

2. Fachmännische Jahreswartung durch Klimatechniker

  • Wärmetauscher reinigen: Lamellen von Innen- und Außeneinheit von Schmutz, Pollen und Ablagerungen befreien und desinfizieren.
  • Kondensatweg überprüfen: Wanne und Schlauch auf Durchgängigkeit prüfen, um Verstopfungen und Algenbildung zu vermeiden.
  • Kältemitteldruck und Dichtheit: Arbeitsdrücke, Überhitzung und Unterkühlung messen sowie Dichtheitskontrolle der Anschlüsse durchführen.
  • Elektrische Verbindungen: Klemmen auf festen Sitz prüfen, Isolationswiderstand und Stromaufnahme der Verdichter messen.

3. Fehlerdiagnose und Fehlercodes

  • LG Innengeräte und Außengeräte signalisieren Unregelmäßigkeiten über Blinkcodes der Betriebs-LEDs oder alphanumerische Codes auf Kabelfernbedienungen (z. B. CH05 für Kommunikationsfehler zwischen Innen- und Außengerät).
  • Bei dauerhaften Fehlermeldungen Anlage stromlos schalten und qualifizierten Servicebetrieb mit der Prüfung von Sensorwerten und Kältemittelfüllmenge beauftragen.

Fachgerechte Inspektionspraxis, Messroutinen und Auslegung nach DIN EN 378

1. Schritt-für-Schritt-Ablauf einer professionellen Inspektion

Um den normgerechten Betrieb sicherzustellen, sollte die jährliche Wartung von Split-Klimageräten (z. B. LG DUALCOOL oder Multi-Split-Systeme) strukturiert ablaufen:

  1. Sicherheitsabschaltung & Sichtprüfung: Anlage allpolig freischalten und gegen Wiedereinschalten sichern. Sichtkontrolle von Lüfterflügeln, Leitungsverrohrung und Gehäuseteilen auf Korrosion oder mechanische Schäden.
  2. Tiefenreinigung des Verdampfers: Innengeräte-Wärmetauscher mit speziellem, lamellenschonendem Kaltreiniger einsprühen, einwirken lassen und mit klarem Wasser nachspülen. Anschließend thermisch und mikrobiologisch desinfizieren.
  3. Kondensatstrecke spülen: Mindestens 1–2 Liter lauwarmes Wasser über die Verdampferwanne ablassen, um Durchfluss und freies Gefälle (mind. 1–2 %) bis zum Ablaufpunkt zu verifizieren.
  4. Prüfung des Außengeräts: Verflüssigerlamellen rückseitig mit Niederdruck-Wasserstrahl von Pollen und Flugsamen befreien. Motorlager und Schwingungsdämpfer (Silentblöcke) auf Verschleiß prüfen.
  5. Messtechnische Inbetriebnahme: Kältemittelkreislauf über Monteurhilfe oder LG SIMs / ThinQ-Servicetool auslesen (Saugdruck, Heißgastemperatur, Überhitzung).

2. Typische Auslegungs- und Kältemittelkontrolle (Beispiel)

Vor der messtechnischen Bewertung muss die installierte Kältemittelmenge exakt erfasst werden, da Leitungslängen über der werksseitigen Vorfüllung Zusatzfüllungen verlangen:

| Parameter | Beispielwert (Single-Split 3,5 kW) | Funktion / Prüfkriterium | | :--- | :--- | :--- | | Kältemitteltyp | R32 (GWP 675) | Sicherheitsgruppe A2L (DIN EN 378 beachten) | | Werksfüllung | 0,80 kg (bis 7,5 m Leitung) | Ausreichend für Standard-Installationen | | Reale Leitungslänge | 14,0 m (einfache Wegstrecke) | Zusatzfüllung erforderlich (+20 g/m ab 7,5 m) | | Erforderliche Nachfüllung | (14 m - 7,5 m) × 20 g = 130 g | Exakt mit Digitalwaage gasförmig/flüssig einbringen | | Gesamte Füllmenge | 0,93 kg | Im Inbetriebnahmeprotokoll dokumentieren | | Ziel-Überhitzung (Superheat) | 4 bis 7 K | Prüfen bei Volllastbetrieb im Kühlmodus | | Ziel-Unterkühlung (Subcooling) | 3 bis 6 K | Indikator für korrekten Verflüssigerbetrieb |

3. Häufige Installations- und Betriebsfehler

  • Mangelhafte Evakuierung: Das Ausblasen der Leitungen mit Kältemittel ist unzulässig. Ein Vakuum unter 2 mbar (bzw. 200–500 Mikron) muss gehalten werden, um nicht kondensierbare Gase und Restfeuchtigkeit vollständig zu entfernen.
  • Knicke in Saugleitungen: Unzureichende Biegeradien führen zu Druckabfällen und Rückölungsproblemen am Verdichter.
  • Deaktivierte Auto-Clean-Funktion: Nach dem Kühlbetrieb verbleibt Feuchtigkeit im Innengerät. Wird die automatische Gebläsetrocknung manuell ausgeschaltet, begünstigt dies Schimmelbildung.

4. Normen, F-Gase-Verordnung und Dichtheitsprüfung

Eingriffe am Kältekreis dürfen nach EU-F-Gase-Verordnung nur zertifizierte Kälte-Klimafachbetriebe durchführen. Bei R32-Systemen müssen die maximal zulässigen Füllmengen in Abhängigkeit vom Raumvolumen gemäß DIN EN 378 eingehalten werden, um im Leckagefall die Bildung zündfähiger Gemische auszuschließen.

Hersteller-Videos und Social Media

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