LG Deckenkassetten 4-Wege: Merkmale, Luftreinigung und Raumkomfort

Produktübersicht zu den LG 4-Wege-Deckenkassetten mit intelligenter Luftreinigung, Feuchtigkeitssensorik und individueller Lamellensteuerung.
LG 4-Wege-Deckenkassetten
Die 4-Wege-Deckenkassetten von LG fügen sich nahtlos in Rasterdecken ein und sind für die gleichmäßige Klimatisierung großer, offener Flächen konzipiert. Neben Kühlen und Heizen bieten moderne Kassetteneinheiten erweiterte Funktionen zur Raumluftverbesserung.
Hauptmerkmale und technische Funktionen
- 360-Grad- bzw. 4-Wege-Luftstrom: Unabhängig verstellbare Luftleitlamellen verhindern unangenehme Zugluft und stellen eine gleichmäßige Temperaturverteilung im Raum sicher.
- Luftreinigungsfunktion (CAC-zertifiziert): Leistungsstarke Filtertechnologie reduziert Feinstaub (PM1.0) und Allergene für ein gesundes Raumklima.
- Feuchtigkeitssensorik: Automatische Anpassung von Ausblastemperatur und Luftstrom basierend auf der gemessenen Raumluftfeuchte für optimalen thermischen Komfort.
- Optionaler Anwesenheitssensor: Erkennt die Präsenz und Position von Personen im Raum, um den Luftstrom gezielt auszurichten oder bei Abwesenheit Energie zu sparen.
- Integrierte Kondensathebepumpe: Zuverlässige Abführung des Kondensatwassers mit hoher Förderhöhe für flexible Deckeninstallationen.
Einsatzbereiche
- Bürogroßräume, Besprechungsräume und Konferenzsäle.
- Einzelhandelsgeschäfte, Showrooms und Gastronomiebetriebe mit Zwischendecken.
Fachgerechte Planung, Montage und Betriebsoptimierung in der Praxis
Die fachgerechte Integration von LG 4-Wege-Deckenkassetten (wie den Euro-Raster- oder DUAL-Vane-Modellen) in gewerblichen und anspruchsvollen privaten Umgebungen erfordert eine sorgfältige thermische Dimensionierung sowie Präzision bei der Deckenmontage.
Beispielhafte Kühllast- und Leistungsauslegung
Für ein typisches Großraumbüro mit Standard-Rasterdecke muss neben der reinen Raumgeometrie auch die interne Wärmelast (Personen, EDV, Beleuchtung) sowie die solare Einstrahlung berücksichtigt werden. Die Auslegung erfolgt nach VDI 2078:
- Fläche: 50 m² bei 2,80 m lichter Raumhöhe (Raumvolumen: ca. 140 m³)
- Basis-Kühllast (Raum & Fenster): ca. 60 W/m² = 3.000 W
- Interne Lasten (6 Personen à 120 W + Arbeitsplätze/PCs à 150 W): 720 W + 900 W = 1.620 W
- Beleuchtung und Sicherheitszuschlag (~10 %): ca. 480 W
- Gesamte Kühllast: ca. 5.100 W (5,1 kW)
| Parameter | Auslegungswert | Empfohlene LG Einheit | | :--- | :--- | :--- | | Erforderliche Kälteleistung | ca. 5,1 kW | Nennleistung 5,0 bis 5,7 kW (z. B. LG 18k BTU Kassette) | | Luftvolumenstrom | ca. 750–900 m³/h | 3-stufiger Inverter-Betrieb (Flüster- bis Hochleistungsmodus) | | Akustische Anforderung | Max. 32–35 dB(A) | Einstellung im Standard-/Flüstermodus im Dauerbetrieb |
Schritt-für-Schritt-Montagepraxis
- Aufhängung und Ausrichtung: Die Einheit wird an vier M10-Gewindestangen im Deckenhohlraum befestigt. Über die abnehmbaren Eckblenden des Kassettengehäuses kann die waagerechte Ausrichtung mit der Wasserwaage präzise nachjustiert werden, um Kondensatstau in der Wanne zu vermeiden.
- Kondensatanschluss & Hebepumpe: Die werksseitig integrierte Pumpe fördert das Wasser nach oben (je nach Modell bis zu 700–800 mm Förderhöhe). Wichtig: Unmittelbar nach dem Steigstück muss eine Gefällestrecke von mindestens 1:100 (1 cm pro Meter) zum Hauptfallrohr eingehalten werden, um Rückstau und Wasserschläge zu verhindern.
- Kältetechnische Anbindung & Dichtheitsprüfung: Nach dem Bördeln oder Hartlöten ist eine Druckprüfung mit Stickstoff gemäß DIN EN 378 vorgeschrieben. Anschließend erfolgt die Evakuierung auf unter 2 mbar (bzw. < 200–500 Mikron), um Feuchtigkeit und nicht kondensierbare Gase restlos zu entfernen.
- Montage des Luftreinigungs-Kits: Beim optionalen Einbau des PM1.0-Filtersystems (z. B. PTAHMP0 Kit) wird die Elektronikplatine in der Frontblende angeschlossen. Die Luftreinigungssensorik kalibriert sich nach dem ersten Einschalten selbstständig.
Typische Installationsfehler und Betriebsfallen
- Unterdimensionierte Deckenabstände: Wird die Kassette zu nah an Wänden oder Trennwänden platziert, führt dies zu Luftkurzschlüssen und Fehlmessungen des internen Temperatursensors. Der Abstand zu Seitenwänden sollte mindestens 1,5 bis 2 Meter betragen.
- Fehlende Isolierung der Kondensatleitung: Wird das Steig- und Gefällerohr im warmen Zwischendeckenbereich nicht diffusionsdicht gedämmt, entsteht Schwitzwasser, das zu Bauschäden führt.
- Zuglufterscheinungen durch falsche Lamelleneinstellung: Bei niedrigen Deckenhöhen (< 2,7 m) muss über die Einzel-Lamellensteuerung der Ausblaswinkel horizontal gehalten werden (Coandă-Effekt), um Zugluft am Arbeitsplatz zu vermeiden. Für hohe Decken (> 3,5 m) ist im Servicemenü der „High Ceiling Mode“ zu aktivieren, um die Wurfweite bis auf Bodenniveau zu erhöhen.
Hersteller-Videos und Social Media
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