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Installationsanleitung DAIKINZuletzt geprüft: 18.9.2026

DAIKIN Ururu Sarara (FTXZ-N / RXZ-N): Montage, Befeuchtungsleitung und Kältetechnik

Detaillierte Installationsanleitung für das DAIKIN Ururu Sarara Split-System inklusive Verlegung des speziellen Befeuchtungsschlauchs, Kältemittelleitungen und Evakuierung.

Übersicht zum DAIKIN Ururu Sarara System (FTXZ-N / RXZ-N)

Das DAIKIN Ururu Sarara System kombiniert Kühlen, Heizen, Luftreinigung, Frischluftzufuhr, Entfeuchtung (Sarara) sowie Befeuchtung ohne externen Wasseranschluss (Ururu). Diese anspruchsvolle Klimatechnologie erfordert neben dem klassischen Kältekreislauf die fachgerechte Verlegung des integrierten Befeuchtungsschlauchs und eine präzise Kältemittelverrohrung mit R-32.

Wesentliche Systemvoraussetzungen

  • Kältemittel: R-32 (Sicherheitswerkzeuge für R-32/R-410A vorgeschrieben)
  • Zusatzverschlauchung: Befeuchterschlauch mit feuchtigkeitsabsorbierender Außeneinheit
  • Rohrlängen: Mindestleitungslänge 1,5 m, maximal zulässige Standardlänge bis 10 m (abhängig von Gerätegröße)
  • Fundamentierung Außengerät: Mindestens 20 mm Überstand der Ankerschrauben (M8 oder M10) über das Fundament zur sicheren Schwingungsentkopplung

Montage des Befeuchtungsschlauchs und Innengeräts

1. Vorbereitung der Kernbohrung

Für das Ururu Sarara Gerät muss eine Wanddurchführung mit Gefälle nach außen gebohrt werden. Da neben den isolierten Flüssigkeits- und Gasleitungen, dem Kondensatschlauch und dem 4-adrigen Verbindungskabel auch der Befeuchtungsschlauch hindurchgeführt werden muss, ist ein Kernlochdurchmesser von mindestens 65 bis 70 mm einzuhalten.

2. Handhabung des Befeuchtungsschlauchs

  • Der Befeuchtungsschlauch darf bei der Durchführung und beim Einstecken in die Gerätemanschette nicht gequetscht oder verformt werden.
  • Eine verformte Manschette führt zu Verwirbelungsgeräuschen und Klopfen im Betrieb.
  • Zur Fixierung und Ausrichtung der Manschette einen Sechskantschlüssel (4 mm) verwenden.
  • Das Gefälle des Kondensat- und Befeuchtungsschlauchs ist über die gesamte Wanddurchführung stetig fallend auszuführen.

Kältemittelanschluss und Drehmoment-Vorgaben

Die Bördelanschlüsse müssen exakt fluchtend angesetzt werden. Vor dem Verschrauben kann eine dünne Schicht synthetisches Kältemaschinenöl (für R-32/R-410A) hauchdünn auf die Innenseite des Bördels aufgetragen werden, keinesfalls jedoch auf das Gewinde.

Drehmoment-Tabelle für Bördelverschraubungen

| Leitungsdimension | Außendurchmesser (Zoll / mm) | Anzugsdrehmoment (N·m) | | :--- | :--- | :--- | | Flüssigkeitsleitung | 1/4" (6,35 mm) | 14,2 – 17,2 N·m | | Gasleitung (Klasse 25/35) | 3/8" (9,52 mm) | 32,7 – 39,9 N·m | | Gasleitung (Klasse 50) | 1/2" (12,70 mm) | 49,5 – 60,3 N·m | | Ventilkappen Wartungsanschluss | - | 10,8 – 14,7 N·m | | Ventilkappen Absperrventile | - | 21,6 – 27,4 N·m |


Schritt-für-Schritt: Evakuierung und Dichtheitsprüfung

  1. Verbindung herstellen: Monteurhilfe mit R-32-Druckschläuchen und Vakuumpumpenadapter an den Schraderventil-Serviceanschluss der Gasleitung anschließen.
  2. Evakuieren: Vakuumpumpe starten und den Druck auf unter -0,1 MPa (-1 bar bzw. < 270 Pa / 2 mbar absolut) absenken. Den Vorgang für mindestens 15 bis 20 Minuten nach Erreichen des Vakuums fortsetzen.
  3. Standprobe durchführen: Absperrventil der Monteurhilfe schließen und Pumpe abschalten. Das Vakuum muss mindestens 5 Minuten absolut stabil stehen bleiben. Steigt der Zeiger, liegt entweder Restfeuchtigkeit im System oder eine Undichtigkeit an einer Bördelverbindung vor.
  4. Kältemittelfreigabe: Schutzkappen der Absperrventile entfernen. Zuerst das Flüssigkeitsventil mit einem 4-mm-Innensechskantschlüssel gegen den Uhrzeigersinn bis zum fühlbaren Anschlag öffnen, danach das Gasventil öffnen.
  5. Kappen anziehen: Ventilkappen und Schraderschutzkappen mit dem Drehmomentschlüssel wieder fest anziehen.

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