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Installationsanleitung DAIKINZuletzt geprüft: 18.9.2026

DAIKIN Altherma 3 M Monoblock: Planung und Installation kompakter Luft-Wasser-Wärmepumpen

Umfassender technischer Leitfaden zur Planung, hydraulischen Einbindung und Inbetriebnahme der DAIKIN Altherma 3 M Monoblock-Wärmepumpenserie (EBLA/EDLA). Behandelt Frostschutz, Mindestvolumenströme, Dimensionierung und Regelungskonfiguration.

DAIKIN Altherma 3 M Monoblock: Kompakte Luft-Wasser-Wärmepumpentechnik

Die Monoblock-Serie DAIKIN Altherma 3 M (Modellreihen EDLA/EBLA von 9 bis 16 kW sowie kleinere Baugrößen 4 bis 8 kW) vereint den gesamten Kältekreislauf hermetisch geschlossen in einer einzigen Außeneinheit. Im Gebäude selbst entfallen kältetechnische Arbeiten: Es werden ausschließlich Vor- und Rücklaufleitungen des Heizungswassers direkt ins Gebäude geführt. Dies vereinfacht die Montage gemäß F-Gase-Verordnung erheblich und bietet maximale Sicherheit im Innenraum.

Wesentliche Systemeigenschaften

  • Kältemittel R-32: Geringes Treibhauspotenzial (GWP 675) bei hoher thermodynamischer Effizienz.
  • Vorlauftemperaturen bis zu 60 °C: Geeignet für Fußbodenheizungen sowie moderne Niedertemperatur-Flachheizkörper.
  • Hermetisch geschlossenes System: Keine Kältemittelleitungen im Gebäudeinnenbereich, verringerte Leckageprüfpflichten.
  • Integrierte Hocheffizienzpumpe: Drehzahlgeregelte Umwälzpumpe zur bedarfsgenauen Volumenstromsteuerung.

Hydraulische Einbindung und Frostschutzkonzepte

Da Heizwasser durch die im Außenbereich stehende Einheit zirkuliert, muss dem Frostschutz bei Stromausfall oder langen Stillstandszeiten besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

1. Frostschutzoptionen

  • Frostschutzventile (mechanisch): Öffnen bei Wassertemperaturen unterhalb von ca. 3 °C im Außenrohrnetz und lassen das Wasser dosiert ab, um ein Auffrieren des Plattenwärmetauschers zu verhindern.
  • Glykol-Gemisch: Zugabe von Propylenglykol (typischerweise 20–30 % je nach Klimazone). Erfordert die Neuberechnung des hydraulischen Druckverlusts und der Förderhöhe der internen Umwälzpumpe.
  • Elektrische Begleitheizung: Frostschutzheizband an ungedämmten Rohrabschnitten und Abläufen.

2. Mindestvolumenstrom und Überströmung

Um Hochdruckstörungen beim Abtauzyklus (Kreislaufumkehr) zu vermeiden, muss das System zwingend einen definierten Mindestvolumenstrom sicherstellen:

  • Monoblock 9–16 kW: Mindestumlaufvolumenstrom ca. 16 bis 22 l/min (je nach Modellleistung).
  • Mindest-Wasserinhalt im System: Mindestens 10 Liter pro kW Heizleistung (z. B. 100 Liter bei 10 kW) ohne Absperrmöglichkeit (Pufferspeicher oder offener Heizkreis ohne Einzelraumregelung).

Technische Auslegung und Berechnungsbeispiel

Berechnung des erforderlichen Heizungsvolumenstroms

Die Auslegung des Volumenstroms erfolgt über die klassische Wärmemengengleichung:

$$\dot{V} = \frac{\dot{Q}}{c_p \cdot \rho \cdot \Delta T}$$

Beispielrechnung für DAIKIN Altherma 3 M (11 kW Nennleistung):

  • Heizlast / Wärmeleistung $\dot{Q} = 11\text{ kW} = 11.000\text{ W}$
  • Spreizung Vorlauf/Rücklauf $\Delta T = 5\text{ K}$ (typisch für Niedertemperatur-Flächenheizung)
  • Spezifische Wärmekapazität Wasser $c_p \approx 1{,}163\text{ Wh/(kg}\cdot\text{K)}$
  • Benötigter Volumenstrom:
    $$\dot{V} = \frac{11.000}{1{,}163 \cdot 5} \approx 1.892\text{ l/h} \approx 31{,}5\text{ l/min}$$

Liegt dieser Wert über der Pumpenrestförderhöhe bei gegebener Rohrnetzhydraulik, muss eine hydraulische Weiche oder ein Trennpufferspeicher mit Sekundärpumpe integriert werden.


Schritt-für-Schritt Inbetriebnahme

  1. Aufstellung: Fundamentstreifen oder schwingungsentkoppelte Bodenkonsole mit Mindestabstand von 300 mm zur Gebäudewand montieren.
  2. Kondensatführung: Frostsichere Einleitung des Abtauwassers in ein Kiesbett oder ein beheiztes Abflussrohr.
  3. Spülen und Entlüften: Heizkreis gründlich nach VDI 2035 spülen. Wasserhärte und pH-Wert kontrollieren.
  4. Druckprüfung: Anlage mit 1,5-fachem Betriebsdruck auf Dichtheit prüfen.
  5. Elektrischer Anschluss: Zuleitung für Verdichter und optionalen Backup-Heater (separat abgesichert) nach Schaltplan klemmen. Steuerleitung zur Raumbedieneinheit verlegen.
  6. Inbetriebnahme-Assistent: Systemparameter (Heizkurve, Absenkzeiten, Legionellenschaltung) über das MMI (Man-Machine-Interface) konfigurieren.

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