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Installationsanleitung DAIKINZuletzt geprüft: 18.9.2026

DAIKIN Altherma 3 H MT: Hydraulische Einbindung, Vorlauftemperaturen und Elektroanschluss

Fachhandwerker-Leitfaden zur Installation der Mitteltemperatur-Wärmepumpe DAIKIN Altherma 3 H MT mit Fokus auf hydraulische Zonenregelung, Sicherheitsarmaturen und elektrische Schnittstellen.

Die DAIKIN Altherma 3 H MT Baureihe

Die DAIKIN Altherma 3 H MT (Mitteltemperatur) schließt die Lücke zwischen Niedertemperatursystemen und reinen Hochtemperatur-Austauschgeräten. Mit Vorlauftemperaturen von bis zu 65 °C ohne elektrischen Heizstab eignet sie sich sowohl für energetisch sanierte Bestandsgebäude mit Heizkörpern als auch für Neubauten mit kombinierter Fußbodenheizung.

Kernmerkmale des Systems

  • Vorlauftemperatur bis 65 °C im reinen Wärmepumpenbetrieb
  • Flüsterleiser Außenbetrieb durch speziell gekapselten Doppelrollkolben-Verdichter und strömungsoptimierten Ventilator
  • Integrierte Hydronik- und Kältemittel-Sicherheitskomponenten
  • Konfigurationsunterstützung via Daikin e-Care und Heating Solutions Navigator

Hydraulische Systemeinbindung & Zonenregelung

Bei der Anbindung der Altherma 3 H MT an gemischte Heizkreise (z. B. Radiatoren als Hauptzone und Fußbodenheizung als Zusatzzone) müssen hydraulische Mindestumlaufmengen und Absperreinrichtungen eingehalten werden.

Anbindung eines bauseitigen Absperrventils für Kühlbetrieb

Bei Systemen mit Kühloption und Kombination aus Niedertemperatur-Konvektoren und Fußbodenheizung ist vor der Fußbodenheizung ein thermoelektrisches oder motorisches Absperrventil vorzusehen:

  • Kabelquerschnitt: 2 × 0,75 mm²
  • Maximaler Betriebsstrom am Kontakt: 100 mA
  • Funktion: Verhindert im sommerlichen Kühlbetrieb Tauwasserbildung und Unterkühlung des Estrichs, während Gebläsekonvektoren entfeuchtend kühlen.

Absicherung der Trinkwasser- und Heizungsseite

Am Kaltwassereinlass eines integrierten oder externen Speichers müssen zwingend folgende Armaturen montiert sein:

  1. Rückschlagventil
  2. Druckminderventil (werksseitig auf 3,5–4,0 bar eingestellt)
  3. Sicherheitsventil / Druckentlastungsventil (geprüfte Ausblaseleitung)
  4. Membran-Sicherheitsausdehnungsgefäß (für Trinkwasser zugelassen)

Elektrische Klemmenbelegung der Steuerplatine

| Klemme / Schnittstelle | Funktion | Leitungsspezifikation | | :--- | :--- | :--- | | X2M: 30 - 31 - 34 - 35 | Hauptzone: Raumthermostat bzw. Wärmepumpen-Konvektor (Heizen/Kühlen) | 4-adrig, mind. 0,75 mm² | | X2M: 30 - 34a - 35a | Zusatzzone: Raumthermostat Heizen/Kühlen | 3- oder 4-adrig, 0,75 mm² | | X2M: 3 - 4 | Freigabe-Signal / Abschaltung EVU (Sperrkontakt) | 2-adrig potentialfrei | | A13P: P1 - P2 | Kommunikationsbus DAIKIN LAN-/Cloud-Adapter | 2-adrig verdrillt, ungeschirmt | | Netzzuleitung Außengerät | 230 V (1~) oder 400 V (3~ + N) | Nach VDE gem. Absicherung (z. B. 3G 2,5 mm² / 5G 2,5 mm²) |


Beispiel: Auslegung der Mindestumlaufmenge

Für den fehlerfreien Abtauzyklus (Kreislaufumkehr) benötigt das System eine Mindestwassermenge im Abtaukreis, die ohne hydraulischen Kurzschluss zur Verfügung stehen muss:

  • Benötigtes Mindestvolumen: 10 Liter pro kW Kälteleistung (bei einer 12-kW-Maschine mind. 120 Liter aktiv durchströmt).
  • Berechnung: Sind die Heizkörperthermostate geschlossen, stellt ein Überströmventil oder ein Reihen-Rücklauf-Pufferspeicher mit mind. 40 Litern Inhalt den Durchfluss von mindestens 16–20 l/min sicher.

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