Guten Tag, nach dem Setzen der Kernbohrungen für die Sole-Leitungen meines Monoblocks ist leider einiges an feinem mineralischem Bohrstaub auf die Lamellen des Außenverdampfers gewedelt. Da es jetzt morgens öfter feucht ist, hat sich dieser Staub natürlich festgesetzt und bildet eine unschöne Kruste. Ich mache mir Sorgen, dass dies den Wärmeübergang verschlechtert und den Wirkungsgrad meiner Anlage spürbar drückt. Wie reinigt man diese Lamellen am besten, ohne die empfindliche Aluminiumstruktur zu beschädigen? Ich habe schon über Druckluft oder einen ganz vorsichtigen Einsatz eines Gartenschlauchs nachgedacht, bin mir aber unsicher, ob das Wasser nicht in kritische Bereiche der Elektronik gelangen könnte. Gibt es hier eine bewährte Methode aus der Praxis, um den Staub schonend zu entfernen? Über Tipps, wie ihr eure Außenmodule sauber haltet, wäre ich sehr froh. Will die WP ja nicht gleich im ersten Winter durch mangelnde Pflege unnötig quälen.
Verdampfer-Verschmutzung durch Baustaub nach Kernbohrung
Hallo Jens, das ist natürlich ärgerlich, aber kein Weltuntergang für deine WP. Bitte verzichte unbedingt auf einen Hochdruckreiniger oder scharfen Wasserstrahl. Die Aluminiumlamellen sind hauchdünn und verbiegen sich bei falscher mechanischer Einwirkung sofort, was den Luftdurchsatz massiv verschlechtert. Als SHK-Meister empfehle ich dir einen speziellen Lamellenreiniger aus dem Fachhandel, der biologisch abbaubar ist. Sprühe den Reiniger vorsichtig auf, lass ihn kurz einwirken und spüle ihn dann mit einem weichen, drucklosen Wasserstrahl aus einer Gießkanne ab. Achte penibel darauf, dass die Elektronikgehäuse nicht direkt getroffen werden. Wenn der Staub bereits verkrustet ist, nimm einen weichen Pinsel und arbeite nur in Richtung der Lamellenstruktur. So gehst du sicher, dass die Anlage gemäß VDI 4645 langfristig effizient arbeitet.
Mensch Jens, das kenne ich nur zu gut. Bei mir ist beim letzten Umbau auch einiges an Baustaub auf das Gehäuse gekommen. Ich bin da ganz pragmatisch rangegangen: Ich habe mir einfach einen Werkstattstaubsauger mit weichem Bürstenaufsatz geschnappt und den trockenen Staub erst einmal vorsichtig abgesaugt. Das nimmt den Großteil des Drecks weg, ohne dass du Wasser brauchst, das am Ende in die Elektronik läuft. Wenn du den Rest dann noch mit einem feuchten Tuch abwischst, reicht das für die erste Wartung völlig aus. Denke daran, dass eine saubere Oberfläche auch die Abtauzyklen im Winter optimiert. So holst du auch die maximale Effizienz raus, die du für die BEG-Förderkriterien und den geplanten hydraulischen Abgleich brauchst.
Vielen Dank für die schnellen Antworten! Markus, dein Hinweis mit dem Lamellenreiniger klingt nach einer sehr professionellen Lösung, die ich definitiv im Hinterkopf behalte, falls der Staub nach dem Absaugen immer noch zu fest sitzt. Petra, der Tipp mit dem Werkstattstaubsauger ist natürlich super praktisch, das werde ich als ersten Schritt am Wochenende mal ausprobieren. Ich war nur unsicher, ob ich mit dem Bürstenaufsatz nicht eventuell den Staub noch tiefer zwischen die Lamellen drücke, aber bei vorsichtigem Vorgehen sollte das klappen. Es beruhigt mich sehr zu hören, dass meine WP nicht direkt Schaden nimmt, solange ich nicht mit roher Gewalt gegen die empfindlichen Lamellen vorgehe. Ich werde berichten, wie gut das geklappt hat.
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