Moin, meine Klimaanlage läuft jetzt seit ein paar Wochen als Heizung und ich habe mal mit einer Wärmebildkamera an den Wanddurchbrüchen geschaut. Da zieht es trotz Montage mit Montageschaum ordentlich kalt rein. Bei der Hitze im Sommer war das egal, aber jetzt merkt man das bei Wind schon deutlich an der Innenwand. Wie dichtet ihr die Wanddurchbrüche bei bestehenden Anlagen nachträglich am besten ab, ohne dass ich die Leitungen komplett ausbauen muss? Ich habe Sorge, dass mir da durch die feuchte Herbstluft Kondenswasser in das Mauerwerk zieht, wenn ich das nicht richtig dicht bekomme. Reicht da Silikon oder sollte ich eher zu einem speziellen Dichtband greifen? Bin für jeden pragmatischen Vorschlag offen, da ich das gerne vor den ersten richtigen Minusgraden erledigt haben möchte. Besten Dank schon mal für eure Rückmeldungen und Tipps aus der Praxis.
Dämmung der Wanddurchbrüche gegen Kältebrücken im Altbau
Hallo Stefan, das Problem kenne ich nur zu gut. Montageschaum ist für die dauerhafte Abdichtung bei Altbauwänden leider völlig ungeeignet, da er nicht elastisch genug bleibt und bei den Vibrationen der Anlage sogar rissig werden kann. Zudem ist er nicht luftdicht, was bei deinem Wärmebild-Befund genau das beschriebene Problem mit der kalten Zugluft erklärt. Nach den Vorgaben der VDI 4645 und einer fachgerechten Montage sollte der Ringspalt zwischen dem Mauerwerk und dem Leitungsbündel zwingend dauerhaft wind- und schlagregendicht verschlossen sein. Mein Rat: Entferne den alten Schaum so weit wie möglich vorsichtig mit einem Cuttermesser. Verwende dann eine hochwertige, dauerelastische Dichtmasse wie ein UV-beständiges Silikon für den Außenbereich oder noch besser spezielle EPDM-Dichtmanschetten, die du um die Rohre legst. Achte darauf, dass du das Loch von innen zusätzlich mit einem diffusionsoffenen Dichtband abklebst, um Kondensatbildung durch warme Raumluft in der kalten Wandstruktur zu verhindern. Das entspricht dann auch dem Stand der Technik beim GEG.
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