Hallo zusammen, ich plane aktuell meine Monoblock-Anbindung. Da ich ein älteres Heizsystem mit Thermostatventilen habe, wollte ich eigentlich einen Parallelpuffer einbauen, um den Mindestvolumenstrom bei der Abtauung sicherzustellen. Jetzt mache ich mir allerdings Sorgen wegen eines hydraulischen Kurzschlusses. Hat jemand von euch schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht, bei denen die Vorlauftemperatur durch das Rücklaufwasser aus dem Puffer zu stark verwässert wurde? Ich bin mir unsicher, ob ich den Puffer lieber in den Rücklauf integrieren sollte, um die Effizienz in der Übergangszeit nicht unnötig zu drücken. Ich bin für jeden Ratschlag dankbar, wie man die hydraulische Entkopplung bei diesen Altbestands-Anlagen am saubersten löst, ohne dass der COP komplett in den Keller geht. Die Heizkurve ist recht steil eingestellt, daher ist jede Gradzahl wichtig. Beste Grüße an die Runde.
Hydraulischer Kurzschluss bei Parallelpuffer: Erfahrungen gesucht
Hallo Markus, das ist eine klassische Falle. Als SHK-Meister kann ich dir nur dringend raten, den Puffer nicht als Weiche im Vorlauf zu schalten, wenn du auf die Effizienz achtest. Ein Parallelpuffer wirkt bei einem hydraulischen Kurzschluss wie ein Bypas, der dir den COP massiv verschlechtert, weil das warme Vorlaufwasser direkt zurück in den Puffer fließt. Nach VDI 4645 ist das zwar für den Mindestdurchfluss zulässig, aber energetisch ein Desaster. Meine Empfehlung: Setze den Puffer als Reihenpuffer in den Rücklauf. Damit ist der Mindestvolumenstrom für die Abtauung sichergestellt, aber dein Vorlauf geht direkt in die Heizkreise. Das spart dir die unnötige Durchmischung und erhält das Temperaturniveau, das deine steile Heizkurve benötigt. Vergiss dabei nicht, den hydraulischen Abgleich nach dem Einbau sauber zu dokumentieren, falls du eine BEG-Förderung beantragen willst.
Moin Markus, ich stand vor zwei Jahren vor exakt demselben Problem bei meiner Altbausanierung. Ich habe mich damals gegen den Parallelpuffer entschieden und arbeite stattdessen mit Überströmventilen an den entlegensten Heizkörpern, um den Mindestfluss zu garantieren. Das funktioniert seit zwei Wintern tadellos und die Arbeitszahl ist deutlich besser als bei meinem Nachbarn, der so einen dicken Puffer im Vorlauf hat. Wenn du dich beim Puffer sicherer fühlst, mach es so, wie Thomas es vorschlägt: Rücklaufreihenspeicher. Das ist die sauberste Lösung, um die Entkopplung zu erreichen, ohne den Vorlauf zu verwässern. Achte beim Einbau auch unbedingt auf eine fachgerechte Isolierung und schau, dass die Anschlüsse so gewählt sind, dass keine Schwerkraftzirkulation entstehen kann. Das drückt dir sonst nachts die Energie aus dem Puffer, was bei den aktuellen Strompreisen extrem weh tut.
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