Servus miteinander, ich habe meinen Monoblock auf einem massiven Streifenfundament im Garten montiert, das etwa drei Meter vom Wohnhaus entfernt liegt. Trotz der Gummifüße merke ich bei niedrigen Verdichterfrequenzen im Teillastbetrieb ein leichtes Brummen, das sich über den Boden auf die Hauswand überträgt. Das ist besonders in den Abendstunden echt störend. Ich habe das Gefühl, dass die starre Anbindung der Kälteleitungen bzw. Heizungsrohre hier als Schallbrücke fungiert, obwohl ich Edelstahlwellrohre verwendet habe. Wie habt ihr eure Leitungen vom Gerät ins Haus geführt? Habt ihr die Wanddurchbrüche noch zusätzlich mit Dämmmaterial ausgeschäumt, um den Körperschall zu unterbrechen? Ich bin echt begeistert von der Effizienz der Anlage, aber die Akustik-Thematik treibt mich gerade um. Vielleicht liegt es auch an der Härte der Gummipuffer? Über Tipps zur weiteren Entkopplung würde ich mich wirklich freuen, damit der Familienfrieden gewahrt bleibt.
Schwingungsübertragung durch Bodenplatte bei Monoblock
Hallo Jürgen, das Problem ist bei Monoblock-Geräten bekannt. Die Edelstahlwellrohre sind zwar flexibel, übertragen aber bei Kontakt mit festem Mauerwerk oder engen Rohrführungen dennoch Vibrationen. Prüfen Sie bitte, ob die Rohre in der Mauerdurchführung fest anliegen. Wir nutzen im Fachbetrieb hierfür speziellen Dämmstoff aus geschlossenzelligem Polyethylen, der deutlich weicher ist als herkömmlicher Montageschaum. Zudem sollte die Durchführung nicht starr vermörtelt werden. Achten Sie bei der Installation streng auf die Vorgaben der VDI 4645, besonders bei der hydraulischen Anbindung. Wenn die Gummipuffer zu hart sind, übertragen sie Frequenzen eins zu eins auf das Fundament. Versuchen Sie es mal mit sogenannten Big Foots oder noch weicheren Schwingungsdämpfern aus EPDM.
Danke Markus für die schnelle Rückmeldung! Ich habe in der Tat die Wanddurchführung mit klassischem Montageschaum verschlossen, um das Loch dicht zu bekommen. Das war wohl ein Fehler. Ich werde das morgen vorsichtig aufbohren und durch ein flexibleres Dämmmaterial ersetzen. Bezüglich der Puffer: Welche Shore-Härte würdest du für ein Gerät dieser Gewichtsklasse empfehlen? Ich habe aktuell Standard-Puffer verbaut, die sich unter der Last kaum eindrücken. Vielleicht liegt da der Hund begraben.
Guten Tag zusammen. Ich stehe kurz vor der Installation einer ähnlichen Anlage und habe mich aus Schallschutzgründen gegen eine Wandmontage oder eine direkte Aufstellung vor dem Wohnzimmer entschieden. Jürgen, bei drei Metern Abstand sollte das Brummen eigentlich nicht so massiv im Haus ankommen. Haben Sie das Fundament komplett vom Hausfundament entkoppelt? Falls Ihr Streifenfundament mechanisch mit der Bodenplatte des Hauses verbunden ist, haben Sie eine direkte Schallbrücke. Hier hilft dann nachträglich leider nur noch das Aufstellen des Geräts auf eine zusätzliche entkoppelte Betonplatte auf den bestehenden Bodenplatten. Das ist natürlich mit einigem Aufwand verbunden, aber bei der aktuellen Rechtslage zum Immissionsschutz durchaus eine Überlegung wert.
Moin Jürgen, schau mal nach, ob die Kälteleitungen innerhalb des Gerätes vielleicht leicht gegen das Gehäuseblech schwingen. Das ist ein oft übersehener Punkt. Ich habe bei meiner Anlage zusätzlich zu den Wellrohren noch eine Dämmwolle-Schicht um die Rohre in der Wanddurchführung gelegt, damit sie nirgends das Mauerwerk berühren. Das hat bei mir Wunder gewirkt. Wichtig ist auch, dass der hydraulische Abgleich stimmt, da bei falschem Durchfluss der Verdichter öfter mal in ungünstige Lastbereiche gerät. Das GEG schreibt hier ja ohnehin Effizienzmaßnahmen vor, die man bei der Installation direkt mit erledigen sollte, um die Förderfähigkeit für die BEG nicht zu gefährden. Viel Erfolg beim Basteln!
Hallo Thomas, das mit dem Gehäuseblech ist ein guter Hinweis, das werde ich prüfen. Die hydraulische Seite habe ich durch einen Fachbetrieb einmessen lassen, das sollte passen. Die Idee mit der Dämmwolle in der Wanddurchführung klingt deutlich besser als meine starre Schaum-Lösung. Ich werde das Wochenende nutzen, um die Durchführung freizulegen und sauber mit Dämmmatten auszukleiden. Wenn das Brummen dann immer noch da ist, tausche ich die Puffer gegen eine weichere Variante aus dem Fachhandel aus. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Noch ein kurzer technischer Einwurf von meiner Seite: Achtet bei allen Arbeiten an den Leitungen und der Dämmung unbedingt auf die ChemKlimaschutzV und stellt sicher, dass die Installation fachgerecht ausgeführt bleibt. Jürgen, falls du das Gerät selbst auf andere Füße stellst, achte penibel darauf, dass es absolut waagerecht steht, sonst vibriert der Verdichter durch die Unwucht erst recht. Ich habe bei meinem Projekt eine schwere Gummimatte unter die Big Foots gelegt, um die Masse zu erhöhen. Mehr Masse schluckt bekanntlich die tieffrequenten Anteile besser. Das Brummen ist seitdem bei mir fast komplett verschwunden. Nur Mut, das bekommt man in den Griff, man muss nur konsequent alle festen Verbindungen unterbrechen.
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