Moin Leute, ich bin gerade an der Elektro-Installation für meinen neuen Monoblock dran. Die Zuleitung vom Zählerschrank zum Gerät beträgt etwa 15 Meter. Ich habe 5 x 4mm² Leitungen verlegt, um Spannungsfälle bei Volllast möglichst gering zu halten. Da ich selbst nur für die Zuleitung zuständig bin, kommt mein Kumpel, der Elektromeister, nächste Woche zur finalen Anklemmen und Abnahme vorbei. Ist das 4mm² Kabel eurer Meinung nach ausreichend für eine 12kW Monoblock-Anlage oder würdet ihr bei der Leitungslänge auf 6mm² gehen? Ich will sichergehen, dass die Zuleitung bei den jetzt sinkenden Temperaturen und anstehendem Dauerbetrieb nicht unnötig warm wird. Die Anlage zieht bei tiefen Temperaturen und Heizstab-Zuschaltung doch einiges an Strom. Ich möchte keine bösen Überraschungen bei der Erstinbetriebnahme erleben und die Absicherung im Schaltschrank muss ja auch zum Querschnitt passen. Hat jemand hierzu einen praxisnahen Rat parat?
Sicherheit beim Elektroanschluss: Querschnitt für Monoblock
Hallo Micha, das ist eine sehr vernünftige Herangehensweise. Bei 15 Metern Leitungslänge und einem 12kW Monoblock sind 4mm² unter normalen Umständen absolut vertretbar, sofern der Verlegefaktor stimmt. Wichtig ist hier vor allem der Spannungsfall, der bei 4mm² auf 15 Meter bei Volllast weit unter der kritischen Grenze von drei Prozent liegt. Dein Elektromeister wird das ohnehin nach DIN VDE 0100-520 durchrechnen. Ich habe bei mir zu Hause eine ähnliche Konstellation und bin ebenfalls bei 4mm² geblieben. Achte aber unbedingt darauf, dass die Klemmstellen im Außengerät sauber festgezogen sind. Vibrationen im Dauerbetrieb können sonst nach einiger Zeit zu Übergangswiderständen führen. Solange dein Meister die Abnahme macht, bist du bezüglich der Betriebssicherheit und der Anforderungen der VDI 4645 auf der sicheren Seite.
Danke Thomas für die schnelle Rückmeldung! Das beruhigt mich schon mal sehr, da ich die Leitung bereits sauber in den Kabelkanal gelegt habe. Ich war nur unsicher, weil der Heizstab bei sehr niedrigen Temperaturen ja voll reinhaut. Mein Kumpel schaut sich die Installation nächste Woche an und wird sicher auch die Absicherung entsprechend wählen. Er meinte, wir nehmen wahrscheinlich einen C20 Automaten, damit er bei Anlaufströmen nicht sofort auslöst. Den Hinweis mit den Klemmstellen werde ich mir notieren. Ich werde ihn bitten, nach ein paar Wochen Betrieb noch einmal den festen Sitz aller Schraubverbindungen zu kontrollieren. Lieber einmal zu viel prüfen, als dass da wegen der Ausdehnung durch Wärme irgendwas locker wird.
Vorsicht bei der Dimensionierung der Absicherung. Ein C20 Automat ist zwar üblich, aber bei 4mm² musst du zwingend die Verlegeart und die Häufung beachten. Wenn die Leitung beispielsweise teilweise gedämmt in der Wand liegt, reduziert sich die Strombelastbarkeit laut DIN VDE 0100-430 massiv. Da ist ein 6mm² oft die sicherere Wahl, um nicht an die thermischen Grenzen der Leitung zu stoßen. Als SHK-Meister sehe ich oft, dass Bauherren den Heizstab unterschätzen. Wenn die WP in den Heizstabmodus geht, zieht sie den maximalen Strom über längere Zeit. Mein Rat: Lass den Elektriker das vorher kurz durchmessen und berechnen. Sicherheit geht vor, gerade wenn man die volle Förderung nach BEG mitnehmen will und eine fachgerechte Installation nach den geltenden Normen vorweisen muss.
Ich schließe mich Jürgen an. Wir haben bei unserem Neubau letztes Jahr direkt 6mm² verlegt, einfach um für die Zukunft gerüstet zu sein, falls wir die Anlage später vielleicht gegen ein leistungsstärkeres Modell tauschen oder eine Wallbox in der Nähe mit anbinden wollen. Der Preisunterschied beim Kabel ist im Vergleich zum Gesamtprojekt doch eher zu vernachlässigen. Wenn die Leitung bei dir schon liegt, Micha, ist das natürlich ärgerlich, aber frag deinen Kumpel direkt nach der Strombelastbarkeitstabelle. Wenn er Elektromeister ist, hat er das Tabellenbuch griffbereit. Er wird dir sagen können, ob die 4mm² bei deiner konkreten Verlegeart die nächsten 20 Jahre problemlos überstehen. Sicherheit bei der Elektrik ist das A und O, da sollte man nicht am falschen Ende sparen.
Danke für den Input, Sandra und Jürgen! Ihr habt recht, Sicherheit steht an erster Stelle. Ich werde meinen Elektriker morgen nochmal explizit auf das Thema Verlegeart und thermische Belastung ansprechen, bevor er die Leitung im Schrank anschließt. Falls er Zweifel hat, ziehen wir notfalls eben ein 6mm² Kabel ein, auch wenn das etwas Arbeit macht. Ich möchte bei der Inbetriebnahme keine Kompromisse machen, besonders da ich das System insgesamt sauber nach den Vorgaben für den hydraulischen Abgleich und die GEG-Konformität aufbauen will. Eure Hinweise helfen mir sehr, die richtigen Fragen an den Fachmann zu stellen. Ich halte euch auf dem Laufenden, was er zu den 4mm² unter Berücksichtigung der Gegebenheiten vor Ort gesagt hat.
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