Hallo zusammen, ich bereite gerade meinen Monoblock für den ersten richtigen Winter vor. Die Anlage steht auf einem Betonsockel im Garten, etwa 50 Zentimeter von der Hauswand entfernt. Jetzt mache ich mir Gedanken über das Kondensatwasser. Wenn das Gerät abtaut, läuft das Wasser ja direkt in die Wanne unten im Gehäuse. Da es bei uns in den nächsten Nächten schon leicht in den Frostbereich gehen soll, frage ich mich, ob ich zwingend ein elektrisches Begleitheizband für den Ablauf nachrüsten muss. Bisher habe ich nur ein einfaches Rohr in ein Kiesbett gelegt. Reicht das bei moderaten Minustemperaturen aus oder friert mir der Siphon sofort zu, sobald die Pumpe in den Abtauzyklus geht? Wie handhabt ihr das bei euren Installationen, damit das Wasser sauber abläuft und nicht am Gehäuse festfriert? Ich bin für jeden praktischen Hinweis dankbar, bevor der erste Dauerfrost einsetzt.
Kondensatwanne beim Monoblock beheizen oder freier Ablauf?
Hallo Markus, als SHK-Meister rate ich Ihnen dringend von einer improvisierten Lösung ohne Begleitheizung ab. Wenn das Kondensat beim Abtauprozess nicht unmittelbar abfließen kann, bilden sich im Gehäuse schnell massive Eispanzer. Diese können den Wärmetauscher mechanisch beschädigen oder im schlimmsten Fall den Ventilator blockieren, was den Verdichter gefährdet. Sie sollten zwingend eine thermostatisch gesteuerte Begleitheizung installieren, die nur bei Frost einschaltet. Zudem sollten Sie gemäß VDI 4645 darauf achten, dass das Kiesbett tief genug ausgehoben ist und über eine ausreichende Versickerungsleistung verfügt. Ein einfaches Rohr im Kies reicht oft nicht aus, da sich dort bei Frost eine Eisschicht bildet, die den Abfluss wie einen Korken verschließt. Denken Sie bei der Installation an die geltenden Elektrosicherheitsvorschriften und lassen Sie die Anbindung an den Stromkreis durch eine Fachkraft abnehmen.
Servus Markus, ich hab bei meinem Monoblock das Ganze etwas pragmatischer gelöst. Ich nutze kein Kiesbett direkt unter dem Gerät, sondern habe das Kondensat über einen Schlauch in ein KG-Rohr geleitet, das ein Stück weit in den Boden geht, wo es hoffentlich frostfrei ist. Bei mir war bisher noch nie etwas zugefroren, auch nicht bei minus zehn Grad. Wichtig ist halt, dass das Gefälle stimmt, damit das Wasser keine Zeit hat, stehen zu bleiben. Klar, das Risiko mit dem Eis am Gehäuse besteht immer, aber bisher bin ich ohne Heizband ausgekommen. Falls du aber auf Nummer sicher gehen willst, nimm die Lösung vom Profi. Ich wollte mir damals den Aufwand mit der Elektrik sparen, aber wenn ich jetzt lese, was Klaus schreibt, werde ich das bei der nächsten Wartung wohl doch noch mal prüfen lassen. Lieber vorsorgen als am Ende den Verdichter tauschen müssen.
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