Hallo zusammen, ich habe meine Monoblock-Wärmepumpe aufgrund von Platzmangel an der Außenwand (hochgedämmter Porenbeton) montiert. Die Konsole ist zwar fachgerecht verdübelt, aber bei hohen Verdichterdrehzahlen spüre ich im angrenzenden Wohnzimmer deutlich Vibrationen. Hat jemand Erfahrung, ob hier zusätzliche Gummipuffer oder eine spezielle Wandentkopplung zwischen Konsole und Fassade den gewünschten Effekt bringen? Ich möchte vermeiden, dass sich der Körperschall weiter in den Baukörper ausbreitet. Ich überlege aktuell, die Konsole gegen ein bodenstehendes Gestell mit Big-Foot-Elementen auszutauschen. Allerdings müsste ich dafür die bereits verlegten Rohre verlängern, was mich etwas abschreckt. Gibt es bei euch erfolgreiche Ansätze, um die Wandmontage nachträglich akustisch besser zu entkoppeln, ohne die Hydraulik komplett zu öffnen? Ich bin für jeden Hinweis dankbar, da die kühleren Nächte nun beginnen und die Pumpe öfter läuft.
Vibrationsübertragung bei Wandmontage des Monoblocks
Guten Tag Markus, als SHK-Meister kann ich Ihnen aus der Praxis sagen, dass Porenbeton leider wie ein Resonanzkörper wirkt. Eine nachträgliche Entkopplung der Konsole ist bei diesem Material extrem schwierig, da die mechanische Verbindung zur Wand fast immer den Schall überträgt. Gummipuffer helfen zwar bei den hohen Frequenzen, aber bei den niedrigen Drehzahlen des Verdichters wird die Wand weiterhin vibrieren. Selbst mit hochwertigen Schwingungsdämpfern unter den Konsolenfüßen stoßen Sie hier an die Grenzen der Physik. Ich rate Ihnen dringend von weiteren Bastellösungen an der Wand ab. Auch wenn das Verlängern der Leitungen und der Eingriff in das System lästig erscheint, ist die Bodenaufstellung mit Big-Foot-Elementen die einzige technisch saubere Lösung. Damit entkoppeln Sie den Körperschall vollständig vom Gebäude, was nicht nur Ihren Komfort steigert, sondern auch die rechtlichen Vorgaben zur Lärmemission an der Grundstücksgrenze gemäß TA Lärm sicherstellt.
Hallo Markus, ich kann deinen Frust absolut nachvollziehen. Ich stand bei meinem Neubau vor genau demselben Problem mit meinem Porenbeton-Mauerwerk. Ich habe anfangs auch mit verschiedenen Gummi-Metall-Puffern experimentiert, aber am Ende hat das leider alles nichts gebracht, außer dass ich viel Zeit und Geld investiert habe. Die Vibrationen haben sich hartnäckig in die Decken übertragen. Am Ende habe ich in den sauren Apfel gebissen und die Wärmepumpe auf ein bodenstehendes Gestell gesetzt. Ich kann dir nur raten: Mach es lieber einmal richtig! Das Verlängern der Leitungen ist halb so wild, wenn man ordentlich arbeitet. Schau unbedingt, dass du die Leitungen dann flexibel mit Schwingungsdämpfern anbindest. Seitdem ist im Haus endlich Ruhe und ich kann nachts wieder entspannt schlafen. Spar dir das Geld für weitere Versuche an der Wand und investiere es direkt in den Umbau auf den Boden.
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