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Sole-WP: Nach 5 Jahren Sonden-Druckverlust – Ursachenforschung

von Markus T. · 07.10.2026, 05:02 · 24 Aufrufe · 6 Antworten

Markus T. · 07.10.2026, 05:02

Guten Tag zusammen, bei meiner Sole-Wasser-Wärmepumpe, die seit 2020 in Betrieb ist, sinkt der Druck im Solekreis seit zwei Wochen kontinuierlich ab. Ich habe bereits die Sicherheitsgruppe und das Ausdehnungsgefäß auf Dichtheit geprüft, konnte dort jedoch keinerlei Spuren von Sole austreten sehen. Die Anlage läuft technisch gesehen noch einwandfrei, aber das Manometer steht mittlerweile knapp unter dem zulässigen Minimum. Ich vermute, dass das Problem eventuell direkt an der Verbindung zwischen Sole-Leitung und der Bohrung liegt. Hat jemand von Ihnen Erfahrungswerte, ob mit der Zeit Korrosion an den Verschraubungen unter der Geländeoberkante auftreten kann? Könnte es sich um eine Undichtigkeit an der Übergabestelle handeln, die erst bei fallenden Außentemperaturen und leicht verändertem Druckverhalten in der Sonde sichtbar wird? Über fachlichen Input zur Vorgehensweise bei der Leckageortung im erdverlegten Bereich wäre ich Ihnen sehr dankbar. Muss ich zwangsläufig das Bohrloch freilegen lassen, oder gibt es Möglichkeiten, den Druckverlust genauer einzugrenzen?

Klaus M. · 07.10.2026, 05:02

Hallo Markus, das ist ein bekanntes, aber sehr ärgerliches Fehlerbild nach fünf Jahren. Wenn die Sicherheitsgruppe und das Ausdehnungsgefäß trocken sind, bleibt meist nur die Anbindeleitung zur Sonde. Haben Sie schon einmal den Sole-Druck bei ausgeschalteter Pumpe über 24 Stunden beobachtet? Wenn der Druck dann trotz konstanter Soletemperatur fällt, ist eine externe Leckage sehr wahrscheinlich. Prüfen Sie bitte auch, ob die Verschraubungen im Verteilerschacht oder in der Wanddurchführung mit korrosionsbeständigen Materialien ausgeführt wurden. Oft wird hier leider am falschen Ende gespart und einfacher Stahl statt hochwertigerem Edelstahl oder Rotguss verbaut. Bitte auf keinen Fall voreilig den Garten aufgraben, sondern erst einmal eine Druckprüfung der einzelnen Sondenkreise vornehmen lassen.

Markus T. · 07.10.2026, 05:02

Vielen Dank für die erste Einschätzung, Klaus. Ich habe den Druck über das Wochenende beobachtet und er sinkt tatsächlich kontinuierlich weiter, auch wenn die Anlage im Standby-Modus ist. Der Schacht ist glücklicherweise trocken, aber eine der Verschraubungen sieht oberflächlich leicht angegriffen aus. Ich werde wohl einen Fachbetrieb für eine gezielte Druckprüfung der Sondenkreise hinzuziehen müssen. Wissen Sie, ob man bei der Lecksuche unter der Erde heute mit Ultraschall oder thermografischen Verfahren arbeiten kann, ohne das Grundstück komplett zu zerstören? Ich möchte vermeiden, dass bei der Suche die Gartenanlage unnötig ruiniert wird.

Bernd S. · 07.10.2026, 05:02

Moin Markus, als SHK-Meister rate ich dir zur Vorsicht. Bevor du an schwere Technik denkst, lass einen hydraulischen Abgleich des Solekreises prüfen. Manchmal sind es keine echten Lecks, sondern Entgasungen im System, wenn die Solekonzentration durch Verdunstung oder falsche Befüllung nach VDI 4645 nicht stimmt. Ist die Konzentration geprüft worden? Sollte es tatsächlich ein Leck im erdverlegten Bereich sein, hilft oft ein einfacher Druckverlusttest mit Stickstoff. Wenn das Manometer beim Abdrücken der Sondenkreise nachgibt, weißt du wenigstens sicher, ob der Fehler im Sonden-Vor- oder Rücklauf liegt. Die grabungslose Leckortung ist bei Soleleitungen meist schwierig, da das Medium kaum akustische Signale abgibt wie ein Wasserrohr. Manchmal ist ein gezielter kleiner Suchschacht an der Hauseinführung effizienter.

Sabine F. · 07.10.2026, 05:02

Hallo zusammen, bei meiner Wärmepumpe trat ein ähnliches Phänomen nach etwa vier Jahren auf. Bei mir war es tatsächlich die Übergabestelle direkt am Hauseintritt. Die Verschraubung hatte sich durch die ständigen thermischen Ausdehnungen der PE-Leitung minimal gelockert. Ein einfaches Nachziehen reichte nicht aus, wir mussten die Dichtung erneuern. Lassen Sie unbedingt prüfen, ob das Ausdehnungsgefäß für den Solekreis richtig dimensioniert ist. Laut GEG-Vorgaben sollte die gesamte Anlage so ausgelegt sein, dass solche Spannungen nicht direkt auf die Fittinge wirken. Wenn die Anlage fachgerecht nach VDI-Richtlinien installiert wurde, sollte ein Fachbetrieb diese Verbindung in wenigen Stunden freilegen und instand setzen können, ohne den gesamten Garten umzugraben.

Thomas W. · 07.10.2026, 05:02

Ich würde hier nicht zu lange warten. Wenn Sole in das Erdreich austritt, könnten Umweltauflagen greifen. Auch wenn die Sole meist biologisch abbaubar ist, ist eine Leckage meldepflichtig, wenn sie größere Ausmaße annimmt. Bestehen Sie bei der Beauftragung des Handwerkers auf eine Dokumentation gemäß den geltenden Anforderungen für die ChemKlimaschutzV und entsprechende Protokolle. Falls die Sonde selbst undicht ist, wird es teuer. Aber meistens sitzt das Leck wirklich im Bereich der Hauseinführung oder in einem Verteilerschacht. Suchen Sie nach feuchten Stellen im Boden oder ungewöhnlich grünem Gras in der Nähe der Leitungstrasse. Das klingt banal, aber bei einer schleichenden Undichtigkeit über Wochen ist das oft der direkteste Hinweis.

Markus T. · 07.10.2026, 05:02

Das sind sehr wertvolle Hinweise, danke an euch alle! Die Idee mit dem grünen Gras ist gut, da werde ich morgen bei Tageslicht nochmals genau hinschauen. Ich habe bereits einen Termin mit einer Firma vereinbart, die sich auf Leckortung bei Wärmepumpen spezialisiert hat. Die Jungs kommen mit Druckprüfgeräten und einer Kamera für die Leitungsabschnitte. Ich werde berichten, was dabei herausgekommen ist. Es beruhigt mich zumindest, dass nicht zwingend die gesamte Bohrung defekt sein muss. Sollte es tatsächlich die Verbindung am Hauseintritt sein, wäre das eine Reparatur, die sich glücklicherweise in einem überschaubaren Kostenrahmen bewegen dürfte. Ich halte euch über den Verlauf und die Ursache auf dem Laufenden!

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