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Effektive Beheizung von Werkstatthallen im Übergang: Dunkelstrahler vs. Luftheizung

von Markus W. · 06.10.2026, 05:01 · 8 Aufrufe · 2 Antworten

Markus W. · 06.10.2026, 05:01

Hallo zusammen, mit den sinkenden Temperaturen stellt sich in unserer Werkstatt wieder die Frage nach der optimalen Beheizung. Wir haben bisher eine ältere Warmluftheizung im Einsatz, die aber im Herbst und Frühjahr oft zu träge reagiert und die Halle nur langsam auf Temperatur bringt. Jetzt überlegen wir, ob Deckenstrahlplatten oder Infrarot-Dunkelstrahler eine effizientere Lösung wären, gerade wenn die Halle nicht durchgehend besetzt ist. Was sind Ihre Erfahrungen damit? Gibt es hier signifikante Unterschiede bei den Betriebskosten oder der Behaglichkeit? Besonders interessiert uns, wie schnell die gewünschte Wohlfühltemperatur erreicht wird und ob die Strahlungswärme auch bei leicht geöffneten Toren noch spürbar ist. Wir haben eine Fläche von ca. 200 qm mit einer Deckenhöhe von 6 Metern. Können Sie Empfehlungen für die Auslegung geben, vielleicht auch im Hinblick auf die Arbeitsstättenrichtlinie ASR A3.5, die ja Mindesttemperaturen vorgibt? Ich freue mich auf Ihre Meinungen und Tipps, gerne auch mit konkreten Gerätebeispielen oder Herstellerempfehlungen. Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe!

Klaus T. · 06.10.2026, 05:02

Hallo Markus, als SHK-Meister sehe ich das täglich. Bei 6 Metern Deckenhöhe verpufft Ihre Luftheizung förmlich, da die Wärme unter dem Dach hängen bleibt und der Boden kalt bleibt. Für Ihre Werkstatt sind Dunkelstrahler definitiv die bessere Wahl. Sie heizen primär Körper und Flächen an, statt die gesamte Luftmasse, was der ASR A3.5 bezüglich der geforderten Strahlungstemperatur sehr entgegenkommt. Da Sie die Halle oft nur kurzzeitig nutzen, punkten Strahler mit ihrer extrem kurzen Aufheizzeit. Selbst bei kurzzeitig offenen Toren bleibt die Strahlungswärme an den Arbeitsplätzen erhalten, da diese nicht primär von der Lufttemperatur abhängen. Achten Sie bei der Installation unbedingt auf die Einhaltung der Brandschutzabstände und lassen Sie die Anlage durch eine Elektrofachkraft einbinden. Eine Förderung über die BEG für hocheffiziente Gas-Infrarotstrahler könnte bei einer Modernisierung ebenfalls ein interessanter Hebel sein.

Sabine M. · 06.10.2026, 05:02

Hi Markus, kann Klaus nur zustimmen. Wir haben in unserer 250 qm Halle vor zwei Jahren von Warmluft auf Dunkelstrahler umgestellt und die Gasrechnung ist im Winter massiv gesunken. Das Arbeitsgefühl ist völlig anders, weil einem nicht mehr der Kopf heiß und die Füße kalt sind. Die Wärme ist sofort nach dem Einschalten da, was gerade in der Übergangszeit Gold wert ist. Bezüglich der ASR A3.5 mussten wir lediglich an zwei Arbeitsplätzen leichte Anpassungen vornehmen, damit die Strahlungsintensität optimal ausgerichtet ist. Mein Tipp: Lassen Sie sich das von einem Planer kurz durchrechnen, damit Sie keine kalten Zonen in der Halle haben. Wir haben damals direkt auf eine intelligente Steuerung gesetzt, die erkennt, wann sich jemand im Bereich der Strahler aufhält. Das spart ordentlich Energie und amortisiert die Investition zügig.

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