Hallo an alle. Ich habe mir ein Split-Klimagerät für das Wohnzimmer gekauft, um die Übergangszeit zu überbrücken. Da ich das Kältemittel nicht anrühren darf, habe ich eine vorbefüllte Anlage mit Schnellkupplungssystem bestellt. Ich bin etwas unsicher bei der Montage der Kälteleitungen durch das Mauerwerk. Wie groß muss die Kernbohrung minimal sein, um die Leitungen inklusive der Isolierung ohne Knickgefahr durchzubekommen? Ich möchte die Rohre so sauber wie möglich verlegen, damit das Außengerät bei den jetzt kühleren Nächten keinen unnötigen Effizienzverlust erleidet. Muss die Isolierung nach dem Durchführen durch die Wand noch einmal zusätzlich mit Klebeband gegen Feuchtigkeit abgedichtet werden? Die Inbetriebnahme will ich fachgerecht durchführen. Ist es sinnvoll, vor dem ersten Einschalten die Leitungen mit einem Lecksuchspray zu prüfen, obwohl die Leitungen werksseitig vorkonfektioniert sind? Ich möchte auf Nummer sicher gehen, bevor ich das Gerät in den Dauerbetrieb nehme.
Split-Klima als Heizunterstützung: Erstinbetriebnahme ohne Kältemittel-Eingriff
Hallo Elena, für eine saubere Montage bei Schnellkupplungssystemen empfehle ich dir mindestens eine Bohrung von 65 bis 70 Millimetern. Das klingt zwar erst einmal groß, aber du musst die knickempfindlichen Leitungen samt der werkseitigen Isolierung und der Steckerkupplungen ohne Gewalt durchführen können. Die Isolierung musst du im Bereich der Wanddurchführung unbedingt mit UV-beständigem Wickelband luftdicht und dampfdiffusionsdicht abdichten, sonst zieht dir bei kalten Nächten Kondenswasser in das Mauerwerk, was auf Dauer zu Bauschäden führen kann. Zur Inbetriebnahme: Ja, Lecksuchspray ist Pflicht, auch wenn die Leitungen vorkonfektioniert sind. Überprüfe die Verschraubungen direkt nach dem Anziehen der Schnellkupplungen mit einem schäumenden Lecksuchspray, das für Kältemittel geeignet ist. Achte dabei besonders auf die Dichtigkeit der kleinen O-Ringe, da diese beim Zusammenstecken gerne mal leicht verkanten können. Sicherheit geht hier absolut vor, auch wenn du technisch gesehen nicht in den Kältemittelkreislauf eingreifst.
Guten Tag, als erfahrener SHK-Meister möchte ich an dieser Stelle noch einen wichtigen rechtlichen Hinweis geben. Bitte denken Sie daran, dass gemäß der ChemKlimaschutzV auch bei Geräten mit Schnellkupplungssystemen eine fachgerechte Dokumentation der Inbetriebnahme sinnvoll ist, um spätere Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Hersteller nicht zu gefährden. Falls Sie das Gerät im Rahmen einer BEG-Förderung als Heizungsunterstützung betreiben wollen, sind die Anforderungen gemäß GEG beziehungsweise VDI 4645 zu beachten, insbesondere was die fachgerechte Auslegung angeht. Ich rate Ihnen dringend, die elektrische Anschlussleitung zusätzlich durch eine Elektrofachkraft prüfen zu lassen, falls Sie unsicher bei der Absicherung Ihres Stromkreises sind. Gerade beim Heizbetrieb unter Volllast im Winter ziehen diese Anlagen signifikante Anlaufströme. Wenn die Bohrung mit einem leichten Gefälle nach außen ausgeführt wird, können Sie zudem sicherstellen, dass entstehendes Kondensat zuverlässig abläuft und nicht in die Fassade drückt.
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