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KlimaCorner

Druckverlust bei Monoblock-Anbindung: Entlüftungskonzept

von Thomas W. · 05.10.2026, 05:04 · 17 Aufrufe · 3 Antworten

Thomas W. · 05.10.2026, 05:04

Moin zusammen, ich bin gerade bei der finalen Inbetriebnahme meiner Wärmepumpe. Das System ist soweit hydraulisch verbunden, aber ich bekomme hartnäckig Luft aus den Zuleitungen zum Monoblock, obwohl ich einen Mikroblasenabscheider im Vorlauf verbaut habe. Da die Leitung zum Außengerät leicht ansteigt, vermute ich dort ein Luftpolster, das sich nicht so einfach in den Heizkreis mitnehmen lässt. Wie löst ihr das Entlüftungsthema bei Geräten, die auf einem Sockel im Garten stehen? Muss ich am höchsten Punkt der Außenleitung zwingend einen manuellen Entlüfter vorsehen, oder ist das bei einem korrekt dimensionierten Abscheider eigentlich nicht vorgesehen? Bei der aktuellen Witterung ist das Anfahren der Anlage jedes Mal ein Glücksspiel. Ich will ungern die Anlage mit Luft im Kreislauf betreiben, da das ständige Rauschen in den Rohren nervt und sicher auch dem Wärmetauscher nicht gut tut. Gibt es hier eine bewährte Vorgehensweise, die man als geübter Heimwerker selbst umsetzen kann?

Markus K. · 05.10.2026, 05:04

Hallo Thomas, das Problem kenne ich nur zu gut. Wenn die Leitung zum Monoblock leicht ansteigt, bildet sich dort physikalisch bedingt ein Luftpolster, das der Abscheider im Vorlauf niemals erreichen wird, weil die Strömungsgeschwindigkeit am höchsten Punkt oft nicht ausreicht, um die Blasen mitzureißen. Ich rate Ihnen dringend dazu, an der höchsten Stelle der Außenleitung einen automatischen Entlüfter mit Absperrventil zu installieren. Beachten Sie jedoch, dass Sie bei einem Standort im Außenbereich zwingend frostsichere Komponenten wählen müssen. Ein standardmäßiger Entlüfter wird Ihnen im Winter bei Minusgraden sofort platzen. Ein manueller Entlüfter, der gut zugänglich ist, wäre die sicherere und wartungsarme Lösung. Zudem sollten Sie nach VDI 4645 sicherstellen, dass die Anlage nach der Entlüftung den korrekten Anlagendruck hält. Wenn Sie hier immer wieder Luft nachkriegen, prüfen Sie auch das Ausdehnungsgefäß.

Sandra B. · 05.10.2026, 05:04

Hi Thomas, hab das bei meiner WP letztes Jahr genau so gelöst wie Markus vorschlägt. Habe mir einen kleinen Kasten an die Außenwand gesetzt, in dem der Entlüfter sitzt, damit der mir im Winter nicht einfriert. Das hat das Rauschen im System sofort eliminiert. Seitdem läuft die Anlage absolut ruhig. Was mir noch einfällt: Hast du beim Befüllen der Anlage auch die Pumpe in verschiedenen Stufen laufen lassen, um die Luft gezielt in den Abscheider zu drücken? Oft hilft es, die Umwälzpumpe kurzzeitig auf maximale Leistung zu stellen, damit die Strömung die Blasen mitreißt. Wenn das nicht hilft, kommst du um den zusätzlichen Entlüfter am Hochpunkt wohl nicht drumherum. Viel Erfolg beim Finish der Inbetriebnahme, ist ja ein tolles Gefühl, wenn die Wärmepumpe endlich läuft.

Thomas W. · 05.10.2026, 05:04

Vielen Dank für die schnellen Rückmeldungen! Das bestätigt meine Befürchtungen, dass der Mikroblasenabscheider im Keller hier physikalisch einfach am Ende ist. Den Hinweis mit dem Frostschutz am Entlüfter werde ich direkt umsetzen, das ist ein wichtiger Punkt, den ich fast unterschätzt hätte. Ich werde wohl eine kleine Revisionsöffnung in die Verkleidung der Außenleitung einbauen, damit ich dort mit einem manuellen Entlüfter arbeiten kann. Sicherheit geht vor, gerade bei den Temperaturen draußen. Mit dem Hochstellen der Pumpe werde ich es heute Abend noch einmal versuchen, vielleicht kriege ich den Großteil der Luft damit schon raus. Danke für den kollegialen Austausch im Forum, das hat mir jetzt echt den richtigen Weg gewiesen!

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