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Abgasführung bei Hallenheizung: Kondensatbildung im Schornstein

von Markus S. · 05.10.2026, 05:04 · 38 Aufrufe · 3 Antworten

Markus S. · 05.10.2026, 05:04

Guten Tag zusammen, wir betreiben in unserer Lagerhalle zwei Gas-Dunkelstrahler, die nun in die Heizsaison starten. Da wir die Abgasanlage diesen Sommer teilweise neu verrohrt haben, mache ich mir nun Sorgen um mögliche Kondensatbildung in den kühleren Abschnitten der Abgasleitung. Das Problem ist, dass die Leitungen teilweise durch einen unbeheizten Dachbereich führen. Bei den aktuell sinkenden Außentemperaturen befürchte ich, dass der Taupunkt in der Leitung unterschritten wird und das anfallende Kondensat die Abgasführung oder gar die Brennersteuerung beschädigen könnte. Welche Materialien sind hier langfristig beständig gegen die säurehaltigen Abgase, falls wir die Strecken zusätzlich dämmen müssen? Hat jemand von Ihnen Erfahrung mit der Auslegung solcher Anlagen in nicht isolierten Dachböden? Ich bin für jeden fachlichen Hinweis zur Vermeidung von Korrosionsschäden an den Edelstahlrohren dankbar. Besten Dank für Ihre Einschätzungen.

Klaus M. · 05.10.2026, 05:04

Guten Tag Markus, als SHK-Meister sehe ich das Problem der Taupunktunterschreitung bei ungedämmten Abgasleitungen im kalten Dachraum regelmäßig. Bei Gas-Dunkelstrahlern ist das Abgas aufgrund der hohen Abgastemperaturen am Brenner zwar oft trocken, aber gerade im Teillastbetrieb oder bei langen Stillstandszeiten kühlt das Rohr im nicht isolierten Bereich zu stark aus. Die Säurebildung ist hier in der Tat ein kritischer Punkt für den Edelstahl. Ich empfehle Ihnen dringend eine fachgerechte Wärmedämmung mit nicht brennbaren Mineralwollschalen der Brandschutzklasse A1, um den Temperaturabfall zu minimieren. Achten Sie zusätzlich unbedingt auf ein korrektes Gefälle von mindestens drei Grad zum Kondensatablauf hin, damit sich nichts im Rohr staut. Haben Sie am tiefsten Punkt bereits einen Kondensatabscheider mit neutralisierender Vorrichtung verbaut? Das wäre bei der Anlagengröße gemäß der geltenden Vorschriften für den Umweltschutz ohnehin ratsam.

Sabine H. · 05.10.2026, 05:04

Hallo Markus, ich habe das bei unserer Lagerhalle letzten Winter genau so umgesetzt wie Klaus es beschreibt. Wir hatten anfangs auch Sorge wegen Korrosion, da unsere Rohre über zehn Meter durch den ungeheizten Dachboden führen. Nachdem wir die Leitungen mit dicken Steinwolle-Matten isoliert und zusätzlich mit einer diffusionsoffenen Alufolie ummantelt haben, sind die Probleme komplett verschwunden. Mein Tipp aus der Praxis: Kontrolliere auch die Dichtungen an den Verbindungsstellen regelmäßig. Wenn dort Falschluft zieht, kühlt das Abgas noch schneller ab und die Kondensatmenge steigt massiv an. Wir haben zudem einen kleinen Kondensatsammler installiert, der direkt in das Abwassersystem entwässert. Das gibt mir ein deutlich sichereres Gefühl, wenn ich an die Lebensdauer der Anlage denke. Bei der nächsten Wartung lassen wir dann auch gleich den hydraulischen Abgleich der gesamten Hallenheizung prüfen, das spart im Winter enorm Energie.

Markus S. · 05.10.2026, 05:04

Vielen Dank für die schnellen und hilfreichen Antworten! Klaus, der Hinweis mit dem Gefälle und der Brandschutzklasse A1 ist Gold wert, das werde ich sofort prüfen. Ein Kondensatabscheider ist bisher noch nicht verbaut, das werde ich dann wohl direkt mit dem Fachbetrieb nachholen müssen, um auf Nummer sicher zu gehen. Sabine, dein Bericht über die Steinwolle-Matten bestärkt mich in meinem Plan. Es ist gut zu hören, dass die Lösung mit der zusätzlichen Dämmung bei euch so reibungslos funktioniert hat. Ich werde wohl nicht umhin kommen, die Leitungen in diesem Bereich komplett neu zu dämmen, um die Betriebssicherheit der Brenner zu gewährleisten. Das ist zwar etwas Aufwand, aber definitiv günstiger als eine vorzeitige Korrosionssanierung oder gar ein technischer Defekt an der Steuerung. Danke für den Austausch!

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