Moin, stehe vor der Frage, wie ich das Monoblock-Außengerät bei mir am besten aufstelle. Die Platzsituation ist etwas eng, weshalb ich über eine Wandmontage mittels spezieller Konsolen nachdenke. Sorge bereitet mir allerdings die Schallübertragung ins Mauerwerk. Hat jemand von euch das Gerät direkt an der Hauswand hängen und Probleme mit Vibrationen im Schlafzimmer? Alternativ könnte ich ein Betonfundament auf dem Boden gießen, aber das würde mir einiges an Platz auf der Terrasse kosten. Was würdet ihr empfehlen? Gibt es bei den Konsolen gravierende Qualitätsunterschiede bezüglich der Entkopplungselemente? Ich möchte nachbarschaftlichen Ärger unbedingt vermeiden, wenn das Teil im Winter unter Volllast läuft. Bin für jeden Rat offen, wie man das Teil wirklich leise bekommt, ohne den halben Garten umzubauen.
Schalldämmung Außengerät: Podest oder Wandmontage?
Guten Tag Karsten, als SHK-Meister muss ich Ihnen von der Wandmontage bei einem Monoblock-Gerät dringend abraten, wenn die Hauswand direkt an bewohnte Räume grenzt. Trotz hochwertiger Schwingungsdämpfer besteht ein hohes Risiko für die Übertragung von Körperschall. Gerade bei modulierenden Wärmepumpen im Winterbetrieb entstehen Frequenzen, die sich im Mauerwerk unschön ausbreiten können. Ich empfehle Ihnen klar ein freistehendes Fundament. Achten Sie dabei auf die Vorgaben der TA Lärm, um Ärger mit der Nachbarschaft von vornherein auszuschließen. Wenn Sie doch Platz sparen müssen, wäre eine entkoppelte Bodenkonsole, die nicht mit dem Baukörper verbunden ist, der technische Kompromiss. Bitte denken Sie zudem daran, dass die Installation gemäß VDI 4645 erfolgen sollte und für die elektrische Anbindung eine Fachkraft zwingend ist.
Hallo Karsten, ich kann deine Sorgen gut verstehen, stand letzten Herbst vor genau derselben Entscheidung. Wir haben uns nach langem Überlegen für das Betonfundament entschieden und ich bin heute sehr froh darüber. Wir haben die Wärmepumpe etwa einen Meter von der Fassade entfernt aufgestellt, um die Luftzirkulation nicht zu behindern. Was den Lärm angeht: Wenn das Gerät unter Volllast läuft, hört man auf der Terrasse natürlich ein Rauschen, aber im Schlafzimmer ist es absolut still. Ein Wandaufbau wäre bei unserem massiven Altbau ein echtes Risiko gewesen, da sich Vibrationen über den Putz und die Steinlagen wunderbar übertragen. Nimm das Fundament, auch wenn es ein Wochenende Arbeit bedeutet. Es lohnt sich für den eigenen Seelenfrieden und den Haussegen mit den Nachbarn massiv.
Servus Karsten, kurze Rückmeldung aus der Praxis. Wenn du die Wandmontage absolut favorisierst, musst du zwingend auf spezielle Konsolen mit integrierten Federdämpfern setzen, keine einfachen Gummipuffer aus dem Baumarkt. Aber selbst dann bleibt das Problem der Montage an einer massiven Wand. Ich habe mal bei einem Kunden die Wandkonsolen mit einer zusätzlichen 50 Millimeter Bautrennfuge vom restlichen WDVS entkoppelt, das hat die Situation deutlich entschärft. Allerdings: Die Schallleistungspegel aktueller Geräte sind zwar besser geworden, aber die Tieftonfrequenzen bei Vereisung kriegst du über die Wand fast nicht weg. Mein Rat: Wenn der Platz irgendwie reicht, gieß das Fundament. Stell es auf eine Schicht Schotter, dann Beton drüber und darauf noch Gummigranulatmatten. Das ist akustisch die sicherste Bank. Spar dir den Ärger lieber gleich.
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