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Destratifikationsventilatoren in der Lagerhalle – Lohnt sich die Nachrüstung noch?

von Jens B. · 04.10.2026, 05:04 · 40 Aufrufe · 2 Antworten

Jens B. · 04.10.2026, 05:04

Moin Leute, ich habe hier in unserer Lagerhalle ein echtes Wärmeproblem. Die Halle ist 10 Meter hoch und sobald die Heizung anspringt, habe ich oben unter dem Dach bestimmt 28 Grad, während meine Mitarbeiter im Lager unten bei 16 Grad frieren. Die Heizkosten fressen mich diesen Herbst förmlich auf, weil die Thermostate natürlich ständig nachregeln. Ich überlege jetzt, zwei oder drei große Destratifikationsventilatoren unter die Decke zu hängen, um die warme Luft aktiv nach unten zu drücken. Bringt das bei so einer Raumhöhe wirklich den gewünschten Effekt oder verschleudere ich damit nur Strom für die Ventilatoren? Ich habe mal gehört, dass man bei falsch eingestellter Drehzahl nur einen unangenehmen Luftzug erzeugt, der die gefühlte Temperatur eher noch weiter absenkt. Hat jemand von euch Erfahrung mit solchen Systemen in hohen Logistikräumen? Brauche ich zwingend eine temperaturgesteuerte Regelung für die Ventilatoren oder reicht ein simpler Schalter? Danke für eure Tipps.

Markus K. · 04.10.2026, 05:05

Moin Jens, das Problem kennen wir aus der SHK-Praxis zur Genüge. Bei 10 Metern Hallenhöhe ist die Schichtung der Luft physikalisch vorprogrammiert, da der statische Auftrieb die warme Luft direkt unter die Hallendecke drückt. Eine Nachrüstung lohnt sich energetisch fast immer, da Sie die Vorlauftemperatur Ihrer Heizung deutlich senken können, sobald die Wärmeverteilung homogener wird. Das GEG und die aktuellen Anforderungen an die Energieeffizienz machen solche Optimierungen zudem sehr attraktiv, falls Sie ohnehin über eine Sanierung nachdenken. Ich empfehle Ihnen dringend eine temperaturgesteuerte Regelung mit Differenzmessung zwischen Hallenboden und Decke. Ein einfacher Schalter führt meist dazu, dass die Geräte laufen, wenn sie nicht gebraucht werden, oder man vergisst sie ganz. Achten Sie auf eine langsame, kontrollierte Umwälzung, um den gefürchteten Zugluft-Effekt zu vermeiden. Bei fachgerechter Auslegung amortisieren sich solche Anlagen durch die eingesparten Heizkosten oft schon nach zwei bis drei Jahren.

Petra S. · 04.10.2026, 05:05

Hallo Jens, ich kann Markus nur zustimmen. Wir haben bei uns im Betrieb vor zwei Jahren fünf Ventilatoren nachgerüstet und die Ergebnisse waren bei unseren 12 Meter hohen Decken wirklich beeindruckend. Die Mitarbeiter unten haben sich sofort über das angenehmere Klima gefreut, und wir konnten die Thermostate tatsächlich um zwei Grad niedriger einstellen, ohne dass es unten ungemütlich wurde. Der Gasverbrauch ist spürbar gesunken. Mein Rat: Sparen Sie nicht an der Steuerung. Wir haben uns für ein System entschieden, das stufenlos regelt. Wenn die Differenz zwischen Decke und Boden unter drei Grad fällt, schalten die Ventilatoren automatisch ab. Das verhindert, dass die Luft verwirbelt wird, wenn das gar nicht nötig ist. Prüfen Sie auch, ob Ihre Elektroinstallation für die Last ausgelegt ist, und lassen Sie das unbedingt von einem zertifizierten Elektriker abnehmen, damit der Versicherungsschutz bei den Deckenlasten gewährleistet bleibt.

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