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Erdung und Blitzschutz bei Außeneinheiten

von Thomas G. · 03.10.2026, 05:03 · 31 Aufrufe · 3 Antworten

Thomas G. · 03.10.2026, 05:03

Servus, ich hätte eine Frage zur elektrischen Installation meiner Außeneinheit. Die Montage ist fast abgeschlossen, jetzt steht noch der Anschluss der Spannungsversorgung an. Mein Elektriker meinte, ich müsse zwingend einen zusätzlichen Potentialausgleich für das Außengerät legen, da das Gehäuse trotz der werksseitigen Erdung über das Kabel eine eigene Anbindung an den Fundamenterder benötigt. Ist das bei heutigen Monoblock-Systemen wirklich gängige Praxis oder ist das eher eine Sicherheitsmaßnahme für sehr exponierte Lagen? Ich möchte bei der Elektrik keine Fehler machen, da mir die Abnahme durch den Fachbetrieb sehr wichtig ist. Gibt es bei der Leitungsverlegung zum Gerät spezielle Vorgaben bezüglich des Schutzes gegen indirekten Blitzschlag? Das Gerät steht frei auf dem Grundstück. Wenn ich das jetzt schon mache, möchte ich es direkt richtig haben, damit ich später nicht nochmal alles aufgraben oder anbohren muss. Danke für eure fachliche Unterstützung bei diesem eher kritischen Punkt der Elektroinstallation.

Markus H. · 03.10.2026, 05:04

Hallo Thomas, das ist ein absolut berechtigter Punkt, den du da ansprichst. Als SHK-Meister sehe ich leider immer wieder, dass der Potentialausgleich bei Außengeräten vernachlässigt wird. Nach DIN VDE 0100-712 ist bei Geräten im Außenbereich, insbesondere wenn sie freistehend montiert sind, ein zusätzlicher Potentialausgleich dringend empfohlen. Das schützt nicht nur vor Potentialunterschieden bei Blitzeinschlägen, sondern beugt auch Korrosion an den Anschlüssen durch Kriechströme vor. Da du ohnehin eine Abnahme durch einen Fachbetrieb anstrebst, empfehle ich dir, das Thema direkt mit deinem Elektriker abzustimmen. Wenn das Gerät frei auf dem Grundstück steht, sollte das Gehäuse über einen Erdungsleiter mit mindestens 16 Quadratmillimetern Kupfer an die Haupterdungsschiene oder den Fundamenterder angeschlossen werden. Das ist eine saubere Lösung, die dir später viel Ärger erspart und bei einer technischen Prüfung absolut wasserdicht ist.

Jürgen M. · 03.10.2026, 05:04

Moin Thomas, ich habe das bei meiner Anlage im letzten Herbst ähnlich gelöst. Ich bin zwar kein Elektriker, aber mein Installateur war bei der Inbetriebnahme nach VDI 4645 sehr penibel. Er hat auf die Erdung bestanden, weil wir in einer recht offenen Lage wohnen. Wir haben eine korrosionsbeständige Verbindung zum Erder gelegt, um sicherzugehen. Das Material kostet nicht die Welt, aber der Seelenfrieden bei Gewitter ist es definitiv wert. Mein Tipp: Lass dir die fachgerechte Installation des Potentialausgleichs unbedingt in das Abnahmeprotokoll schreiben. Falls du später noch Fördergelder nach der BEG-Richtlinie beantragen willst oder eine Versicherung bei einem Blitzschaden regulieren muss, ist ein ordentliches Dokument Gold wert. Wenn du jetzt schon dabei bist, leg das Erdkabel direkt in einem Schutzrohr mit in den Graben, in dem auch die Zuleitung liegt. Das spart dir das spätere Aufbuddeln des Gartens.

Thomas G. · 03.10.2026, 05:04

Vielen Dank für eure schnellen und hilfreichen Antworten! Das hilft mir bei der Planung enorm weiter. Wenn ich euch richtig verstehe, ist die zusätzliche Anbindung an den Fundamenterder also kein Overkill, sondern absolut sachgerechte Praxis für eine langfristige Installation. Markus, dein Hinweis zur VDE-Norm hat mir sehr geholfen, das gegenüber meinem Elektriker fachlich zu untermauern. Ich werde das Kabel nun direkt mit einem 16 Quadratmillimeter Querschnitt in einem separaten Schutzrohr verlegen, wie Jürgen es vorgeschlagen hat. So ist alles sauber getrennt und trotzdem ordentlich geschützt. Danke auch für den Hinweis mit dem Abnahmeprotokoll, das werde ich direkt so einfordern. Es ist gut zu wissen, dass ich mit der Vorsicht richtig liege, bevor ich die Erde wieder zuschütte.

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