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Elektronisches Expansionsventil im TK-Raum: Vereisung bei hoher Luftfeuchte

von Markus S. · 03.10.2026, 05:03 · 25 Aufrufe · 1 Antworten

Markus S. · 03.10.2026, 05:03

Hallo Kollegen, ich stehe aktuell bei einem Bestandskunden vor einem Problem mit einem elektronischen Expansionsventil (EEV) in einem Tiefkühlraum bei etwa minus 22 Grad Celsius. Seit Beginn der feuchteren Herbstwitterung beobachte ich vermehrt eine Vereisung am Ventilkörper selbst, obwohl die Isolierung fachgerecht ausgeführt wurde. Scheinbar zieht durch die hohe Luftfeuchtigkeit bei den häufigen Türöffnungen im Wareneingang Feuchtigkeit unter die Ummantelung. Mich würde interessieren, ob ihr ähnliche Erfahrungen mit der Abdichtung der EEV-Antriebe habt oder ob es bewährte Methoden gibt, diesen kritischen Bereich mit speziellen Dichtmassen oder Schrumpfschläuchen zusätzlich gegen eindringende Luftfeuchtigkeit zu schützen. Das Ventil regelt ansonsten präzise, aber die Eiskruste stört mich bei der kommenden Wartung massiv, da der Schrittmotor durch den Aufbau träge wird. Habt ihr Tipps für ein spezielles Dichtungskonzept oder sollte ich das EEV in einer anderen Einbaulage positionieren, um die Konvektion an dieser Stelle zu minimieren? Über einen kurzen Austausch wäre ich sehr dankbar, da die Anlage stabil laufen muss.

Jürgen M. · 03.10.2026, 05:04

Hallo Markus, das Problem ist ein Klassiker in der Tiefkühltechnik, gerade wenn die Tür häufig genutzt wird. Das EEV ist dort meistens der kälteste Punkt, an dem die einströmende Außenluft sofort auskondensiert und dann festfriert. Eine bloße Ummantelung reicht da nicht aus, weil die Feuchte über die Kapillarwirkung oder kleinste Ritzen am Aktorgehäuse wandert. Ich empfehle dir, den Ventilkopf komplett mit einer dauerelastischen, kältefesten Dichtmasse, wie sie im Fahrzeugbau für den Unterbodenschutz verwendet wird, abzudichten. Achte aber unbedingt darauf, dass der Aktor im Servicefall noch demontierbar bleibt. Alternativ habe ich bei solchen Anlagen gute Erfahrungen mit speziellen Schrumpfschläuchen mit Innenkleber gemacht, die den Übergang zwischen Rohrleitung und Ventilgehäuse gasdicht versiegeln. Prüfe auch mal, ob du eventuell eine Heizmanschette für den Kopf nachrüsten kannst, um den Taupunkt lokal kurzzeitig anzuheben. Das ist zwar energieeffizient nicht optimal, verhindert aber den Eispanzer am Schrittmotor effektiv.

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