Moin, meine Luft-Luft-Wärmepumpe läuft jetzt in der ersten kühlen Woche fast nur im Heizmodus. Mir ist aufgefallen, dass an der Unterseite der Außeneinheit, wo das Kondensat abtropft, bei den kalten Morgentemperaturen schon die ersten Eiszapfen entstehen. Das Wasser scheint nicht schnell genug abzulaufen, bevor es wieder fest wird. Jetzt mache ich mir etwas Sorgen, dass mir die Wanne im Laufe der kommenden Wochen bei echtem Frost komplett zufriert und das Gerät Schaden nimmt. Sollte ich da vorsorglich ein Heizkabel für die Bodenwanne nachrüsten oder ist das bei modernen Geräten eher kontraproduktiv, weil man damit den Wirkungsgrad unnötig schmälert? Ich will vermeiden, dass der Lüfter durch Eisbildung im unteren Bereich blockiert wird oder die Wanne aufgrund der Ausdehnung irgendwann reißt. Hat jemand von euch ein solches Heizband schon mal bei einem gängigen Split-Modell nachgerüstet? Lohnt sich der Aufwand oder regeln die Geräte das heute eigentlich von selbst?
Kondensatablauf bei Heizbetrieb: Einfrieren verhindern?
Guten Tag Torsten, das ist ein absolut berechtigter Einwand. Die von Ihnen beschriebene Eisbildung ist bei vielen Modellen ein bekanntes Problem. Ich bin als SHK-Meister tätig und empfehle bei einer Nachrüstung unbedingt ein selbstregelndes Heizband mit Thermostatsteuerung. Das verhindert, dass die Wanne bei Frost platzt, und ist energetisch weitaus sinnvoller als ein starr laufendes Kabel. Sie müssen jedoch zwingend darauf achten, dass die elektrische Installation durch eine Elektrofachkraft erfolgt, da wir uns hier im Außenbereich bei 230 Volt befinden. Zudem sollten Sie prüfen, ob das Gerät korrekt in Waage montiert wurde. Oft staut sich das Wasser nur, weil die Einheit minimal schief steht und das Gefälle zum Ablauf nicht ausreicht. Prüfen Sie das bitte, bevor Sie über teure Nachrüstungen nachdenken.
Servus Torsten, bei meiner Anlage hatte ich letztes Jahr genau dasselbe Theater. Die Eiszapfen haben fast das Gehäuse gesprengt. Ich habe mir dann ein günstiges Heizband aus dem Baumarkt geholt, aber das war ehrlich gesagt eher Murks. Mein Tipp: Schau mal, ob dein Gerät einen speziellen Anschluss für eine Bodenwannenheizung hat, den manche Hersteller ab Werk vorsehen. Ich habe mich am Ende entschieden, die Anlage auf Konsolen etwas höher zu setzen und ein größeres Kiesbett darunter anzulegen, damit das Wasser schneller versickert und nicht an der Wanne anfriert. Seitdem ist Ruhe. Ob sich der Aufwand für ein Heizband im Sinne der VDI 4645 technisch wirklich rechnet, ist fraglich, da der Stromverbrauch der Heizung bei Minusgraden sowieso schon ansteigt. Versuchs erstmal mit einer besseren Drainage.
Danke euch beiden für die schnelle Rückmeldung! Markus, dein Hinweis zur Ausrichtung war Gold wert. Ich habe gerade mal eine Wasserwaage an die Außeneinheit gehalten, und tatsächlich steht sie minimal nach hinten geneigt, sodass das Kondenswasser in Richtung der hinteren Gehäusewand läuft und dort gefriert. Ich werde das morgen mit den höhenverstellbaren Konsolen korrigieren. Jens, das mit dem Kiesbett ist auch ein guter Punkt. Ich werde die Drainage unter dem Gerät im Frühjahr ohnehin noch optimieren, da das Wasser aktuell direkt auf die Pflastersteine läuft und dort rutschige Flächen bildet. Die Idee mit dem Heizband stelle ich erstmal zurück, bis ich sehe, ob das bessere Gefälle schon ausreicht. Danke für die pragmatischen Ansätze, das spart mir sicher einiges an Bastelarbeit.
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