Hallo Leute, ich kämpfe gerade wieder mit meiner Luft-Wasser-WP, sobald die Nächte kühler werden. Aktuell haben wir hier tagsüber noch milde 15 Grad, aber nachts geht es Richtung 5 Grad runter. Die Kiste fängt jetzt wieder an, alle 45 Minuten kurz anzuspringen, nur um das Wasser im Puffer minimal anzuheben. Das nervt mich extrem, weil ich das Takten vermeiden will. Ich habe schon mit der Hysterese in den Einstellungen gespielt, aber irgendwie finde ich nicht den richtigen Punkt, um das zu glätten. Habt ihr da Erfahrungswerte, ab welchem Wert das sinnvoll wird, ohne dass es im Haus direkt kühl wird? Die aktuelle Spreizung scheint mir für den Übergang einfach zu eng gesetzt zu sein. Ich bin für jeden Tipp dankbar, wie ihr eure Anlagen in der Übergangszeit konfiguriert, damit die WP länger am Stück läuft und nicht ständig diesen Start-Stopp-Wahnsinn mitmacht. Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!
Einstellung der Hysterese bei Luft-WP im Übergang: Takten vermeiden
Hallo Jens, das Problem ist bei Luft-Wasser-Wärmepumpen in der Übergangszeit leider ein Klassiker. Dass die Anlage bei den aktuellen Temperaturen taktet, liegt meist nicht nur an der Hysterese, sondern oft an einem zu kleinen Volumenstrom oder einem falsch dimensionierten Puffer, der das System in die Knie zwingt. Gemäß VDI 4645 solltest du zuerst prüfen, ob ein vernünftiger hydraulischer Abgleich durchgeführt wurde. Wenn die Thermostatventile in den Räumen zu früh abregeln, verliert die WP ihre Abnahme, der Rücklauf steigt rapide an und das Gerät schaltet ab. Ich empfehle dir, die Hysterese in der Software um ein bis zwei Grad anzuheben, aber achte zwingend auf die Mindestlaufzeit. Viele Steuerungen bieten eine Funktion für die Einschaltverzögerung oder eine Sperrzeit an. Wenn du die Hysterese einfach nur weit aufdrehst, riskierst du bei Frostperioden eine Unterversorgung, da das Gebäude thermisch zu stark auskühlt. Hast du zudem mal die Heizkurve im unteren Bereich leicht abgesenkt? Oft ist die Kurve für 5 Grad Außentemperatur zu steil eingestellt, wodurch die WP mehr Energie in den Puffer schiebt, als das Haus tatsächlich abrufen kann.
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