Guten Tag zusammen. Ich habe bei meinem aktuellen Monoblock-Projekt nach der Installation festgestellt, dass der interne Durchflussmesser der Wärmepumpe signifikant von den Werten meiner nachgerüsteten externen Ultraschall-Wärmemengenzähler abweicht. Die Differenz liegt bei etwa 15 Prozent, was mich bei der effizienten Einregelung des Primärkreises doch etwas verunsichert. Ist ein solcher Offset bei den integrierten Sensoren dieser Baureihen im Neuzustand üblich, oder deutet dies auf Lufteinschlüsse im Wärmetauscher hin? Die Anlage läuft seit 48 Stunden, die Entlüftung wurde über den automatischen Schnellentlüfter am höchsten Punkt mehrfach geprüft. Da die Außentemperaturen jetzt sinken, möchte ich sicherstellen, dass die Pumpe bei der anstehenden Heizsaison nicht gegen einen zu hohen internen Widerstand arbeitet. Welche Erfahrungen habt ihr mit der Genauigkeit dieser Sensoren gemacht? Muss ich hier für die optimale Spreizung rein nach den Werten der Wärmepumpe gehen oder sind die externen Messgeräte als Referenz belastbarer? Über einen fachlichen Rat würde ich mich sehr freuen.
Durchflussmesser Monoblock: Kalibrierung nach Inbetriebnahme
Hallo Markus, als SHK-Meister sehe ich dieses Problem öfter. Die internen Sensoren der Monoblock-Geräte sind oft einfache Flügelradzähler, die im Werk nicht auf das spezifische Rohrnetz kalibriert werden. 15 Prozent Abweichung sind zwar viel, aber nicht unüblich. Dein externer Ultraschallzähler ist messtechnisch deutlich überlegen, da er keine mechanischen beweglichen Teile hat, die verschleißen könnten. Bitte verlasse dich bei der Einregelung nach VDI 4645 auf deine externe Referenz. Den automatischen Schnellentlüfter solltest du nach Inbetriebnahme der Pumpe übrigens zudrehen, da hier oft Luft eingezogen wird, statt sie abzuführen. Vertraue deinem externen Gerät, das ist präziser für die Bilanzierung.
Servus Markus! Ich habe bei meinem eigenen Umbau vor zwei Jahren das gleiche Phänomen beobachtet. Anfangs habe ich auch an meinem Einbau gezweifelt, aber die interne Sensorik ist oft eher ein Schätzeisen als ein Präzisionsinstrument. Ich habe mich dann dazu entschieden, die Spreizung komplett über meine externe Wärmemengenzählung einzustellen und die WP-internen Daten nur für die grobe Überwachung der Betriebsstunden zu nutzen. Wenn du die BEG-Förderung in Anspruch nimmst, ist eine exakte hydraulische Dokumentation ohnehin Gold wert. Nimm deine externen Werte als absolute Wahrheit, das spart dir Nerven und schont die Heizkurve.
Markus, kurz und knapp: Verlass dich auf den Ultraschall. Die internen Durchflusssensoren neigen bei schwankenden Viskositäten des Heizungswassers zu deutlichen Messfehlern. Prüfe zudem, ob dein interner Sensor am höchsten Punkt des Gehäuses sitzt, dort können sich trotz Entlüftung kleinste Blasen sammeln. Wenn du den hydraulischen Abgleich korrekt nach Verfahren B durchführen willst, brauchst du verlässliche Durchflusswerte. Nutze den externen Sensor, er ist für die energetische Bewertung nach GEG ohnehin die bessere Wahl. Die internen Werte sind für die Anlagensteuerung zwar okay, aber nicht für die präzise Einregulierung des Primärkreises geeignet.
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