Guten Tag zusammen. Bei den aktuell sinkenden Temperaturen in der Nacht merke ich, wie meine Luft-Wasser-Wärmepumpe in den Heizbetrieb übergeht. Ich habe das Gefühl, dass mein Haus morgens eher überhitzt, da die Heizkurve noch auf den Vorwinter eingestellt ist. Mein aktueller Fußpunkt liegt bei 24 Grad bei einer Steilheit von 0,6. Ich überlege, die Steilheit leicht abzusenken, um die Vorlauftemperatur gerade in diesem Temperaturbereich zwischen 5 und 12 Grad Außentemperatur präziser zu steuern. Habt ihr Erfahrungswerte, ob es sinnvoll ist, den Fußpunkt eher niedrig zu lassen und stattdessen mit der Parallelverschiebung zu arbeiten? Da ich eine Fußbodenheizung mit relativ geringem hydraulischen Widerstand habe, möchte ich das Takten der Inverter-Pumpe durch zu hohe VLT minimieren. Ich bin für jeden fachlichen Hinweis dankbar, wie ich den Übergang in die Heizperiode effizienter gestalten kann, ohne im tiefen Winter dann im Kalten zu sitzen.
Optimierung der Heizkurve für den Start der Übergangszeit
Hallo Markus, ich bin als SHK-Meister tätig und sehe das Problem bei vielen Bestandsanlagen. Die von dir gewählte Steilheit von 0,6 ist für einen gut gedämmten Neubau oft schon das Maximum, bei der Übergangszeit liegt der Fokus aber eindeutig auf dem Fußpunkt. Wenn das Haus morgens überhitzt, ist die VLT im Bereich von 10 Grad Außentemperatur schlicht zu hoch gewählt. Ich empfehle dir, den Fußpunkt um 2 Grad abzusenken und die Steilheit vorerst bei 0,6 zu belassen. Eine Parallelverschiebung ist zwar komfortabel, aber bei den modernen Inverter-Geräten, die wir nach VDI 4645 in Betrieb nehmen, führt eine zu flache Kurve oft dazu, dass die Heizung bei Frost nicht mehr nachkommt. Beobachte das Ganze bei stabilen Temperaturen und nimm nur in kleinen Schritten Änderungen vor. Geduld ist hier wichtiger als hektisches Herumstellen.
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