Hallo zusammen, ich habe bei meiner kleinen Kühlzelle im Lagerraum seit zwei Wochen das Problem, dass die Türdichtung am unteren Rahmen nicht mehr richtig schließt. Da es im Lager jetzt durch die kühleren Außentemperaturen etwas zugiger und klammer wird, bildet sich dort sofort Kondenswasser, das über Nacht sogar leicht gefriert. Das nervt echt, weil der Boden vor der Tür ständig nass ist. Ich hab die Dichtung schon mit warmem Wasser gereinigt und versucht, die Türbänder nachzustellen, aber so richtig will das nicht passen. Denkt ihr, dass die Dichtung bei dem Temperaturgefälle zwischen dem kalten Kühlraum und der wärmeren Raumluft einfach über die Jahre spröde geworden ist? Kann ich da mit Silikonspray arbeiten, um sie geschmeidiger zu machen, oder ist ein kompletter Austausch der Rahmendichtung die einzige saubere Lösung für den Winter? Freue mich auf eure Tipps, wie ich das ohne großen Aufwand wieder dicht bekomme.
Kühlzellentür schließt nicht bündig – Kondensatbildung am Rahmen
Hallo Sandra, das klingt nach einem klassischen Verschleißproblem. Wenn die Dichtung bereits gefriert, hat sie ihre Elastizität verloren und dichtet nicht mehr ab. Bitte unterlassen Sie Versuche mit Silikonspray, da dies die Weichmacher in der Dichtung angreift und diese noch schneller porös werden lässt. Zudem riskieren Sie bei Lebensmitteln Kontaminationen. Ich rate Ihnen dazu, die Dichtung komplett zu tauschen. Messen Sie das Profil exakt aus und achten Sie beim Neukauf auf lebensmittelechte Materialien. Prüfen Sie nach dem Einbau unbedingt auch, ob der Türrahmen selbst verzogen ist. Falls ja, hilft auch die neue Dichtung nur kurzfristig. Das GEG und die strengen Anforderungen an die Energieeffizienz machen bei Kühlräumen ein absolut dichtes System zwingend erforderlich.
Danke Markus für die schnelle Einschätzung. Das mit dem Silikonspray leuchtet ein, das werde ich dann besser lassen. Dass die Dichtung spröde ist, vermute ich auch. Ich habe heute Morgen mal geschaut, die Dichtung scheint wirklich nicht mehr auf den Rahmen zu drücken, wenn ich die Tür nur anlehne. Wie genau messe ich das Profil am besten aus, wenn die Dichtung noch verbaut ist? Gibt es da einen Trick, um die exakte Nutbreite zu bestimmen? Ich möchte ungern das falsche Ersatzteil bestellen, da ich die Kühlzelle für den Lagerbestand täglich brauche und keine Zeit für Retouren habe.
Hallo Sandra, nimm einfach einen Messschieber und miss die Breite der Dichtungsnut sowie den Abstand zum Rahmen im geschlossenen Zustand. Wenn die Dichtung schon so hart ist, kannst du sie an einer unauffälligen Stelle kurz anheben oder ein Stück abschneiden, um das Profil zu sehen. Viele Hersteller haben Standard-Steckprofile. Als SHK-Fachkraft sehe ich das oft: Die Leute sparen an der Dichtung, aber die Stromkosten durch den Kälteverlust und den erhöhten Laufbetrieb des Verdichters treiben die Rechnung nach oben. Ein Tausch ist nach ein paar Jahren absolut wirtschaftlich. Denk auch daran, die Scharniere nochmal zu prüfen, ob die Tür nicht hängt. Ein Gefälle von nur wenigen Millimetern reicht aus, um den Anpressdruck komplett zu ruinieren.
Moin zusammen, ich bin hier eher der Pragmatiker. Bevor du bestellst, nimm mal ein Blatt Papier und klemme es an verschiedenen Stellen in die Tür, während sie zu ist. Wenn du das Papier überall leicht herausziehen kannst, ist der Anpressdruck hinüber. Das bestätigt dir, ob wirklich nur die Dichtung oder das Band schuld ist. Ich hatte das Problem neulich bei einem Kundenprojekt. Da war einfach nur Dreck im unteren Scharnier, sodass die Tür beim Schließen minimal gekippt ist. Einmal gründlich reinigen und etwas harzfreies Fett wirken da oft Wunder. Falls das nichts bringt, schließe ich mich Markus an: Weg mit dem alten Teil und ein neues Original-Ersatzteil einsetzen. Alles andere ist bei gewerblichen Kühlzellen Pfusch.
Guter Punkt von Dieter mit dem Papier, das mache ich bei meinen Anlagen auch immer so zur Kontrolle. Sandra, achte beim Neukauf unbedingt darauf, dass du eine Dichtung mit Magnetkern wählst, falls deine Kühlzelle dafür vorgesehen ist. Manche älteren Modelle haben das nicht, aber ein Magnet sorgt für einen deutlich besseren Anpressdruck als nur die mechanische Spannung des Gummis. Wenn du das Teil tauschst, reinige auch die Nut im Türblatt penibel. Da sammelt sich oft Schimmel oder alter Kleber, was verhindert, dass die neue Dichtung sauber sitzt. Wenn du dann noch die Türbänder exakt ausrichtest, sollte das Problem mit dem Kondenswasser verschwinden. Viel Erfolg bei der Reparatur, das ist bei den aktuellen Energiekosten wirklich eine lohnende Investition für deinen Betrieb.
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