Hallo zusammen, ich bereite gerade den Durchbruch für meine neue Monoblock-Wärmepumpe vor. Die beiden 28mm-Kupferleitungen gehen durch eine 36er Porotonwand in den Keller. Wie dichte ich das am besten ab, damit mir im Winter keine kalte Zugluft oder Feuchtigkeit in die Dämmung zieht? Ich habe schon überlegt, das Loch mit Brunnenschaum auszuschäumen, aber bin mir wegen der thermischen Ausdehnung der Rohre unsicher. Sollte ich lieber mit Mineralwolle stopfen und dann mit spezieller Dichtmasse für den Außenbereich arbeiten? Bei der Dämmung der Leitungen selbst bin ich bei den bewährten Armaflex-Schläuchen geblieben, aber beim Übergang Mauerwerk bin ich echt unschlüssig. Wie handhabt ihr das bei euch, um langfristig Kondensatschäden am Mauerwerk zu vermeiden? Muss ich da zwingend eine wasserdichte Ringraumdichtung setzen oder reicht fachgerechtes Ausschäumen mit elastischem Material? Bin über jeden praktischen Hinweis dankbar, da ich nächste Woche den Durchbruch mache.
Monoblock-Leitungen durch die Außenwand: Welches Dämmmaterial bei Kernbohrung?
Hallo Markus, lass bloß die Finger von Brunnenschaum. Das Zeug ist starr und bei der thermischen Ausdehnung deiner Leitungen riskierst du langfristig Undichtigkeiten oder sogar Risse im Mauerwerk. Als gelernter Anlagenmechaniker rate ich dir dringend zu einer professionellen Ringraumdichtung. Diese nehmen die Bewegung der Rohre auf und dichten gleichzeitig absolut sicher gegen Feuchtigkeit von außen ab, was auch im Sinne der VDI 4645 zur Vermeidung von Bauschäden entscheidend ist. Zudem musst du zwingend auf eine diffusionsdichte Dämmung der Kupferleitungen im Wandbereich achten, um Kondensatbildung durch Temperaturunterschiede zu verhindern. Wenn das Mauerwerk an dieser Stelle feucht wird, verlierst du nicht nur massiv an Dämmleistung, sondern provozierst langfristig Schimmel oder Frostschäden. Investiere lieber die paar Euro mehr in das richtige System, statt später die Fassade wegen Feuchtigkeitsschäden aufwendig sanieren zu müssen.
Servus Markus, ich kann mich Andreas nur anschließen, wobei ich bei meinem eigenen Projekt noch einen Schritt weitergegangen bin. Ich habe die Rohre zusätzlich in einem Schutzrohr durch die Kernbohrung geführt. Das macht das Abdichten mit der Ringraumdichtung wesentlich einfacher, da du eine definierte, glatte Oberfläche hast und nicht direkt auf dem unebenen Poroton abdichten musst. Vergiss bei der ganzen Arbeit auch nicht den hydraulischen Abgleich. Auch wenn es erstmal nur um den Durchbruch geht, achte darauf, dass du die Leitungswege so kurz wie möglich hältst und die Dämmstärken gemäß GEG einhältst, falls du später Fördermittel über die BEG beantragen willst. Die Prüfer schauen bei der Endabnahme ganz genau auf solche Details. Wenn du das jetzt ordentlich ausführst, hast du für die nächsten 20 Jahre Ruhe und deine Anlage läuft effizient.
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