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KlimaCorner

Eignung von BigFoot-Systemen bei weichem Untergrund

von Carsten D. · 25.09.2026, 05:04 · 19 Aufrufe · 4 Antworten

Carsten D. · 25.09.2026, 05:04

Moin, meine Monoblock-Einheit wiegt knapp 160 Kilogramm. Ich wollte die eigentlich auf ein BigFoot-System stellen, da ich keinen Bock auf Ausschachten und Betonieren für ein Fundament habe. Mein Boden ist allerdings gewachsener, relativ lehmiger Gartenboden. Ich habe Bedenken, dass mir das Gerät über den ersten Winter durch das Gewicht und die aufgeweichte Erde schief sackt. Hat hier schon jemand ein solches Kunststoff-Trägersystem auf unbefestigtem Untergrund verbaut und kann berichten, ob das stabil bleibt? Ich könnte natürlich eine Schicht Schotter einbringen und verdichten, aber reicht das aus? Ich möchte unbedingt vermeiden, dass mir die Zuleitungen durch ein leichtes Absacken des Geräts auf Spannung kommen. Das wäre bei meinen starren Leitungen echt fatal für die Anschlüsse an der WP. Bin für jeden Praxistipp zur standsicheren Aufstellung ohne Betonfundament dankbar.

Markus K. · 25.09.2026, 05:04

Hallo Carsten, als SHK-Meister rate ich Ihnen dringend von einer Aufstellung direkt auf dem Gartenboden ab, auch mit BigFoot-System. Lehmiger Boden ist bei Frost extrem anfällig für Setzungen, da er das Wasser staut. Wenn Sie das Gerät starr anbinden, riskieren Sie bei der ersten Frostperiode Spannungsrisse an den Kupferleitungen oder dem Wärmetauscher. Auch die VDI 4645 fordert eine fachgerechte und standsichere Aufstellung. Mein Rat: Heben Sie zumindest eine Fläche von 1x1 Meter etwa 30 Zentimeter tief aus, füllen Sie diese mit Schotter der Körnung 0/32 auf und verdichten Sie das Ganze mit einem Rüttler. Darauf legen Sie Waschbetonplatten als Lastverteiler. Erst darauf setzen Sie die BigFoots. So haben Sie eine tragfähige Ebene und erfüllen zudem die Anforderungen an eine sachgerechte Montage.

Jens B. · 25.09.2026, 05:04

Moin Carsten! Ich habe das letztes Jahr bei meiner Anlage ähnlich gelöst und bin den pragmatischen Weg gegangen. Anstatt eines kompletten Fundaments habe ich mir zwei massive Tiefbordsteine besorgt und diese waagerecht ins Splittbett eingelegt. Die BigFoot-Träger stehen jetzt darauf. Das Gewicht der 160 Kilo verteilt sich so viel besser als direkt auf den Kunststoff-Füßen. Bisher ist nichts abgesackt, auch nicht nach den letzten Regenfällen. Wichtig ist aber wirklich, dass du die Zuleitungen nicht starr verlegst. Überlege dir, ob du nicht zumindest ein kurzes Stück flexible Panzerschläuche oder zumindest eine Schleife in der Zuleitung einbauen kannst. Das nimmt die Spannung komplett raus, falls sich der Boden doch mal minimal bewegt. Sicherheit geht vor, gerade wenn man nicht betonieren will.

Carsten D. · 25.09.2026, 05:04

Danke für die schnellen Rückmeldungen! Das mit den Rüttelplatten und dem Schotter unter den BigFoots klingt nach einem guten Kompromiss für mich. Ich möchte ungern den ganzen Garten aufgraben, aber Markus hat natürlich recht, was die VDI 4645 und die Spannung auf den Leitungen angeht. Wenn das Gerät aufgrund von Frost im Lehm arbeitet, wird es teuer. Ich werde wohl den Untergrund punktuell ausschachten, Schotter einbringen und dann mit größeren Gehwegplatten als Basis arbeiten, wie Jens es vorgeschlagen hat. Die Idee mit der Schleife in der Leitung finde ich super – ich schaue mal, ob ich das mit den vorhandenen Anschlüssen noch so gelöst bekomme. Das beruhigt mich jedenfalls sehr für den ersten Winter.

Sabine F. · 25.09.2026, 05:04

Guter Plan, Carsten. Beachten Sie bei der Aufstellung unbedingt auch die Abstände zur Hauswand gemäß Installationsanleitung Ihres Herstellers, da die Luftführung sonst beeinträchtigt wird, was die Effizienz und damit die Stromkosten negativ beeinflusst. Bei 160 Kilogramm sollten Sie zudem darauf achten, dass die Aufstellung möglichst schwingungsentkoppelt erfolgt, da sonst Körperschall auf das Fundament und von dort ins Haus übertragen werden kann. Falls Sie das Gerät im Rahmen einer staatlichen Förderung nach BEG installieren, sollten Sie die Aufstellung auch fotodokumentieren. Die Fachunternehmererklärung erfordert zwar die Bestätigung durch den Fachbetrieb, aber eine saubere handwerkliche Ausführung schützt Sie langfristig vor Problemen bei Gewährleistungsansprüchen, falls es doch mal zu einer ungleichmäßigen Setzung kommen sollte.

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