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Heizlastberechnung bei thermischer Sanierung und Hallenneubau

von Jens W. · 25.09.2026, 05:04 · 33 Aufrufe · 1 Antworten

Jens W. · 25.09.2026, 05:04

Hallo Leute, ich plane gerade die Heizungsanlage für eine neue Werkstatt. Da die Baugenehmigung für das Nichtwohngebäude kurz bevorsteht, stellt sich mir die Frage, wie präzise ich die Heizlast nach DIN V 18599 eigentlich ansetzen muss, wenn ich eine Wärmepumpe mit Pufferspeicher als Hauptwärmeerzeuger vorsehe. Die Dämmwerte der Hülle sind laut EnEV-Nachweis zwar gut, aber ich habe Angst, dass mir der Planer beim hydraulischen Abgleich zu viel Pufferkapazität rechnet. Mich würde interessieren, wie ihr das handhabt. Rechnet ihr eher einen Sicherheitsaufschlag für extreme Frosttage ein, oder fahrt ihr die Anlage eher auf Kante, um die Taktung im Teillastbereich zu optimieren? Da wir im Herbst starten, will ich nicht am ersten kalten Tag im November merken, dass die Wärmepumpenleistung bei -10 Grad Außentemperatur doch nicht ganz reicht. Für einen Tipp zur Dimensionierung der Puffergröße im Verhältnis zur gewählten WP-Leistung wäre ich echt dankbar.

Markus S. · 25.09.2026, 05:04

Hallo Jens, das ist eine klassische Fragestellung bei Nichtwohngebäuden. Wenn du nach DIN V 18599 rechnest, hast du ja bereits eine recht solide Datengrundlage. Aus meiner Erfahrung als SHK-Meister rate ich dir dringend davon ab, die Anlage zu stark auf Kante zu nähen. Gerade bei Wärmepumpen in gewerblichen Hallen ist das Risiko einer zu geringen Heizleistung bei knackigen Minustemperaturen nicht nur ein Komfortproblem, sondern kann bei Produktionsbetrieben sogar zu Kondenswasserbildung an Maschinen führen. Ich empfehle dir, dich streng an die VDI 4645 zu halten. Plane die Wärmepumpe eher so, dass sie bei Norm-Außentemperatur die volle Last decken kann. Einen Sicherheitsaufschlag von 10 Prozent bei der Heizlast anzusetzen ist kein Fehler, sondern kluge Vorsorge. Den Puffer würde ich keinesfalls überdimensionieren, um die Taktung zu verbessern, sondern vielmehr auf ein korrektes Überströmventil oder idealerweise ein Parallel-Puffersystem mit hydraulischer Weiche setzen, um den Mindestvolumenstrom für die Abtauvorgänge sicherzustellen. So holst du auch bei der BEG-Förderung das Beste raus, da die Effizienzanforderungen im GEG mittlerweile sehr genau geprüft werden.

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