Guten Tag zusammen. Wir betreiben eine Fertigungshalle mit 8 Metern Firsthöhe und beheizen diese aktuell über konventionelle Gas-Dunkelstrahler. Mit Beginn der Heizperiode bemerken wir wieder das klassische Problem: Die Wärme sammelt sich massiv unter dem Hallendach, während es auf Arbeitsebene trotz laufender Strahler noch recht ungemütlich ist. Macht es in diesem Setup technisch Sinn, zusätzlich eine industrielle Destratifikationsanlage nachzurüsten, oder verwirbeln wir damit nur die mühsam aufbereiteten Schichtungseffekte der Infrarotstrahlung? Ich bin unsicher, ob der Energieaufwand für die Ventilatoren den solaren Gewinn bzw. die Wärmeumverteilung tatsächlich rechtfertigt. Hat hier jemand Erfahrung mit der Kombination von Strahlern und Ventilatoren in dieser Größenordnung? Mir geht es primär um die Einhaltung der ASR A3.5 Vorgaben, ohne dabei die Betriebskosten durch den Gasverbrauch explodieren zu lassen. Über eine fachliche Einschätzung zur Effizienzsteigerung würde ich mich sehr freuen.
Gas-Dunkelstrahler in 8m hoher Halle: Hitzestau unter der Decke vermeiden
Hallo Markus, das ist ein bekanntes Problem bei dieser Hallenhöhe. Grundsätzlich unterliegen Gas-Dunkelstrahler dem physikalischen Prinzip der Wärmestrahlung, die erst auf Oberflächen Wärme erzeugt, nicht direkt in der Luft. Da bei 8 Metern Firsthöhe jedoch unweigerlich Konvektionswärme aufsteigt, ist eine Destratifikationsanlage absolut sinnvoll. Die ASR A3.5 schreibt eine behagliche Temperatur am Arbeitsplatz vor; wenn die Luft unter dem Dach ungenutzt stagniert, verschwenden Sie massiv Energie. Ich empfehle Ihnen drehzahlgeregelte Hochleistungs-Deckenventilatoren, die temperaturgesteuert genau dann anspringen, wenn die Differenz zwischen Decken- und Bodenfühler zu groß wird. Sie verwirbeln die Strahlung nicht, sondern drücken lediglich das Warmluftpolster kontrolliert nach unten. Das reduziert den Gasverbrauch durch die verkürzten Brennerlaufzeiten spürbar. Rechnen Sie bei einer effizienten Anlage mit einer Amortisationszeit von etwa zwei bis drei Jahren durch die eingesparten Energiekosten gemäß GEG-Anforderungen für gewerbliche Gebäude.
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