Moin Leute, ich plane aktuell die Aufstellung meiner neuen Monoblock-Wärmepumpe auf einer gepflasterten Fläche im Garten. Jetzt stehe ich vor der Frage, ob ich ein gegossenes Betonfundament erstellen soll oder ob die sogenannten BigFoot-Träger aus recyceltem Kunststoff ausreichend sind. Die WP wiegt rund 140 Kilogramm. Mir geht es primär um die Entkopplung von Körperschall auf das Pflaster, da direkt dahinter das Wohnzimmer liegt. Ich habe Sorge, dass ein massiver Betonblock den Schall ungünstig überträgt. Die Kunststofffüße erscheinen mir da flexibler, aber halten die bei Windlasten wirklich stabil über Jahre? Hat jemand von euch schon mal beide Varianten im direkten Vergleich bei einer Monoblock-Einheit getestet? Ich bin für jeden sachdienlichen Hinweis dankbar, da ich die Vorbereitung noch vor dem ersten richtigen Frost abschließen möchte. Beste Grüße vom Niederrhein.
Monoblock-Aufstellung: Podest aus Beton vs. BigFoot-Träger
Hallo Jürgen, als SHK-Meister rate ich dir bei 140 Kilogramm ganz klar zu einer soliden Betonplatte, wenn du die VDI 4645 im Hinterkopf behältst. Auch wenn BigFoot-Träger für die Montage praktisch sind, ist die Entkopplung bei Kunststoff allein oft nicht ausreichend, um Körperschall effektiv zu eliminieren. Ich empfehle dir eine Betonplatte auf einer Schotterschicht, die vom Haus fundamentseitig durch eine Perimeterdämmung entkoppelt ist. Setze die Wärmepumpe dann auf zusätzliche Schwingungsdämpfer, also Gummipuffer, auf dieses Fundament. Das bringt dir die nötige Standfestigkeit bei Windlasten und gleichzeitig die Ruhe, die du im Wohnzimmer brauchst. Denke bei der Abnahme auch an die Dokumentation für die BEG-Förderung, da die fachgerechte Aufstellung Teil der Zertifizierung sein kann.
Danke Markus für die schnelle Einschätzung! Das mit der Perimeterdämmung ist ein guter Punkt, den hatte ich so gar nicht auf dem Schirm. Ich möchte halt vermeiden, dass sich die Vibrationen über die Bodenplatte ins Mauerwerk ziehen. Wie dick sollte diese Schotterschicht unter der Platte idealerweise sein, damit das Ganze auch frostfrei bleibt? Ich habe hier am Niederrhein zwar selten tiefen Frost, aber sicher ist sicher. Die Idee mit den zusätzlichen Gummipuffern auf dem Beton klingt nach einem guten Kompromiss zwischen Stabilität und Entkopplung.
Ich habe bei meiner Anlage vor zwei Jahren die BigFoot-Lösung gewählt, weil ich keine Lust auf Betonmischen hatte. Jürgen, lass dich nicht verrückt machen: Wenn der Untergrund plan ist und du diese Nivellierfüße richtig ausrichtest, steht die WP auch bei Sturm bombenfest. Was den Schall betrifft, habe ich einfach unter die BigFoots zusätzlich dicke Bautenschutzmatten aus Gummigranulat gelegt. Das reicht bei meiner 120-Kilo-Einheit völlig aus und das Wohnzimmer ist absolut ruhig. Die Montage war an einem Nachmittag erledigt und ich musste keine Versiegelung der Gartenfläche durch Beton vornehmen. Für mich war das die sauberste Lösung.
Jürgen, ich werfe mal noch einen Punkt in die Runde: Hast du das Gewicht der Anschlussleitungen bedacht? Bei einer Monoblock-Anlage musst du die hydraulische Anbindung flexibel gestalten. Starre Kupferrohre sind bei beiden Varianten – egal ob Beton oder Kunststoff – Gift für die Entkopplung, da sie den Schall direkt übertragen. Verwende unbedingt zertifizierte Flex-Anschlussschläuche für die Zuleitungen. Egal wofür du dich entscheidest, achte bei der Elektroinstallation darauf, dass auch das Stromkabel nicht stramm an der Wand liegt. Das wird oft vergessen, überträgt aber massiv Schwingungen. Ich würde bei 140 Kilogramm auch eher zum Beton raten, aber Sabine hat recht: Die Gummimatten unter den Füßen sind das A und O für die akustische Ruhe.
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