Hallo zusammen, ich bereite gerade die Installation meiner Split-Klimaanlage vor. Da ich die Kältemittelleitungen selbst durch die 36,5er Außenwand führen muss, frage ich mich, womit ich das Kernloch am besten dauerhaft und winddicht verschließe. Da ich die Kältemittelleitungen fertig konfektioniert mit Schnellverschlüssen nutze, bleibt der Kältemittelkreislauf gemäß ChemKlimaschutzV unangetastet. Ich möchte verhindern, dass mir im kommenden Winter kalte Luft durch den Ringspalt zwischen Isolierung und Wand zieht. Ist hier ein klassischer Montageschaum zu empfehlen oder sollte ich eher auf eine elastische Dichtmasse oder gar spezielle Manschetten zurückgreifen? Bedenkt bitte, dass durch die Vibrationen der Leitungen keine Risse entstehen sollten. Wer hat hier praktische Erfahrungen, wie man das fachgerecht und dauerhaft dicht bekommt, ohne die Isolierung der Rohre zu beschädigen? Über Tipps zur langfristigen Abdichtung würde ich mich sehr freuen.
Durchbruch für Kälteleitungen: Welches Dichtmittel für Außenwand?
Hallo Markus, als gelernter SHK-Meister kann ich dir nur dringend von einfachem Montageschaum abraten. Der Schaum wird über die Jahre spröde und durch die leichten Vibrationen der Anlage bildet sich schnell ein Spalt, durch den nicht nur Luft, sondern auch Feuchtigkeit in den Mauerwerkskern eindringt. Das kann gerade bei hochgedämmten Ziegeln langfristig zu Kondensatproblemen im Wandaufbau führen. Ich empfehle dir stattdessen eine dauerelastische Dichtmasse auf MS-Polymer-Basis oder spezielle Dichtmanschetten für Mauerdurchbrüche. Diese bleiben flexibel, nehmen die Vibrationen der Leitungen gut auf und sind UV-beständig sowie schlagregendicht. Achte beim Verfüllen darauf, dass du den Ringspalt nicht komplett starr verklebst, damit das Material arbeiten kann. So bist du auch im Einklang mit den Anforderungen des GEG an eine luftdichte Gebäudehülle.
Hi Markus, Andreas hat völlig recht mit der elastischen Masse. Ich habe das bei meiner letzten Anlage ähnlich gelöst. Ich habe erst eine Rundschnur aus PE in den Ringspalt gestopft, um die Tiefe zu begrenzen und eine Dreiflankenhaftung der Dichtmasse zu verhindern. Das war ein Tipp eines befreundeten Bauleiters, damit die Fuge sauber arbeiten kann. Nachdem die Schnur drin war, habe ich den Abschluss mit einer hochwertigen Fassadendichtmasse sauber versiegelt. Das hält seit drei Wintern bombenfest und zieht nirgends. Wenn du bei der Arbeit die Isolierung der Kälteleitungen leicht mit etwas Spüli-Wasser benetzt, lässt sich die Dichtmasse zudem viel sauberer abziehen, ohne dass du die empfindliche Rohrisolierung beim Verstreichen beschädigst. Viel Erfolg bei deinem Projekt!
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