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ASR A3.5: Luftschleier oder Hallenheizung in der Übergangszeit?

von Markus S. · 23.09.2026, 05:04 · 29 Aufrufe · 1 Antworten

Markus S. · 23.09.2026, 05:04

Guten Tag zusammen. Ich stehe derzeit vor einer kniffligen Entscheidung bezüglich unserer Logistikhalle. Mit den sinkenden Außentemperaturen Ende September merkt man deutlich, wie viel Wärme durch das ständige Öffnen der Sektionaltore verloren geht. Laut ASR A3.5 müssen wir im Arbeitsbereich konstant Temperaturen zwischen 17 und 19 Grad halten, was aktuell bei ständigem Durchzug schwierig wird. Ich schwanke nun zwischen der Installation eines leistungsstarken Luftschleier-Systems am Tor oder einer ergänzenden Deckenstrahlplatte, die punktuell direkt hinter dem Torbereich wirkt. Die Wärmerückgewinnung durch einen Luftschleier klingt theoretisch effizienter, aber ich bin mir unsicher, ob das bei einer Deckenhöhe von sieben Metern überhaupt noch einen nennenswerten Effekt auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter hat. Hat hier jemand fundierte Erfahrungswerte aus ähnlich hohen Hallen? Wie bewerten Sie die Kosten-Nutzen-Relation zwischen der reinen Abschirmung durch Luft und der direkten Infrarot-Wärme für die Arbeitsplätze bei herbstlichem Betrieb? Ich freue mich über jeden fachlichen Hinweis zur Auslegung.

Thomas B. · 23.09.2026, 05:04

Hallo Markus, bei sieben Metern Deckenhöhe stößt ein Luftschleier systembedingt leider schnell an seine physikalischen Grenzen. Die kinetische Energie des Luftstroms reicht oft nicht aus, um bei einer so großen Toröffnung eine vollständige Barriere gegen den thermischen Auftrieb aufzubauen. In meiner langjährigen Praxis als SHK-Planer habe ich oft erlebt, dass die Mitarbeiter bei Luftschleier-Anlagen in solch hohen Hallen über Zugerscheinungen klagen, während es am Boden trotzdem kalt bleibt. Ich empfehle Ihnen daher dringend den Einsatz von Deckenstrahlplatten im Bereich der Verladezonen. Diese wirken direkt auf die Arbeitsplätze und Oberflächen, anstatt das gesamte Hallenvolumen unnötig zu beheizen. Das ist gerade im Hinblick auf das GEG und die effiziente Energieausnutzung der energetisch deutlich sinnvollere Weg. Prüfen Sie zudem, ob Sie für eine solche Nachrüstung im Rahmen der BEG-Förderung Mittel für eine energetische Optimierung beantragen können, falls Sie das Gesamtsystem anpassen.

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