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KlimaCorner

Kondensatpumpen bei Multi-Split in der Übergangszeit: Problem mit Feuchtigkeit?

von Markus S. · 22.09.2026, 05:03 · 14 Aufrufe · 5 Antworten

Markus S. · 22.09.2026, 05:03

Guten Tag zusammen. Ich betreibe seit dem Frühjahr eine Multi-Split-Anlage mit drei Innengeräten. Jetzt, wo es draußen feuchter und kühler wird, habe ich bei meinem Wandgerät im Wohnzimmer gelegentlich Kondensatbildung am Gehäuse bemerkt, obwohl ich die Anlage nur zum Heizen nutze. Mein SHK-Betrieb meinte damals, die interne Kondensatpumpe sei bei dieser Leitungslänge zwingend erforderlich. Kann es sein, dass durch die niedrigeren Außentemperaturen und die höhere Luftfeuchtigkeit im Innenraum die Taupunktunterschreitung an der Isolierung der Kälteleitungen ein Problem darstellt? Ich habe die Befürchtung, dass sich dort Feuchtigkeit ansammelt, die mir im schlimmsten Fall die Wand beschädigt. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen mit Kondensatpumpen in der Heizperiode gemacht oder sollte ich die Isolierung der Leitungen in der Wand noch einmal prüfen lassen? Über fachliche Einschätzungen, wie ich hier am besten verfahre, bevor der richtige Frost einsetzt, wäre ich sehr dankbar.

Thomas B. · 22.09.2026, 05:03

Hallo Markus, das klingt nach einem klassischen Isolierungsproblem bei der Kältemittelleitung. Wenn die Anlage im Heizbetrieb läuft, ändert sich die Drucklage im System, aber die physikalische Taupunktproblematik bleibt bestehen. Wenn Ihre Leitung in der Wand nicht fachgerecht nach DIN 1988 bzw. den entsprechenden Vorgaben der Kältetechnik isoliert wurde, kondensiert die Luftfeuchtigkeit bei kühleren Wandtemperaturen direkt am kalten Rohr. Ich würde Ihnen dringend raten, den SHK-Betrieb nochmals zu kontaktieren und explizit die Diffusionsdichtigkeit der Isolierung zu prüfen. Kondensatpumpen sind zwar für das abzuführende Kondensat im Kühlbetrieb gedacht, haben aber mit der Tauwasserbildung an den Leitungen außerhalb des Gerätes nichts zu tun. Wenn es dort feucht wird, drohen langfristig Schimmel und Bauschäden an Ihrer Wand.

Sabine K. · 22.09.2026, 05:03

Hi Markus, bei meiner Anlage hatte ich letztes Jahr genau das gleiche Problem im Wohnzimmer. Mein Heizungsbauer hat damals festgestellt, dass an den Verbindungsstellen der Isolierung kleine Lücken waren, weil die Kälteleitungen beim Einbau in den engen Mauerschlitz wohl etwas gestaucht wurden. Wir haben dann alles mit speziellem Kautschukband nachisoliert und die Lücken mit Diffusionskleber abgedichtet. Seitdem ist das Gehäuse trocken. Prüf mal, ob die Feuchtigkeit wirklich aus dem Gerät kommt oder ob sie von der Leitung hinter dem Gerät an das Gehäuse wandert. Bei mir kam das Wasser schleichend die Leitung heruntergekrochen, was das Gehäuse außen feucht werden ließ. Viel Erfolg bei der Fehlersuche!

Markus S. · 22.09.2026, 05:03

Danke für die Rückmeldungen! Sabine, dein Hinweis mit dem Kautschukband ist sehr wertvoll. Ich habe gestern Abend mal vorsichtig hinter die Abdeckung geschaut und tatsächlich kleine Wassertropfen genau an der Übergangsstelle zwischen Isolierung und Gerät entdeckt. Es sieht so aus, als ob die kalte Leitung dort nicht sauber zur Umgebungsluft abgeschlossen ist. Thomas, du hast recht, ich sollte hier nicht lange fackeln. Ich werde den Betrieb bitten, die Isolierung gemäss VDI 4645 noch einmal zu begutachten. Ich möchte nicht, dass ich später Ärger mit der Bausubstanz bekomme, gerade weil wir beim Neubau auf eine gute Gebäudehülle nach GEG geachtet haben. Ich melde mich, wenn der Fachmann da war.

Ralf M. · 22.09.2026, 05:03

Guten Tag, als SHK-Meister möchte ich kurz ergänzen: Achten Sie bei der Nachbesserung unbedingt darauf, dass die Kondensatpumpe selbst nicht durch die hohe Luftfeuchtigkeit im Gerät beschädigt wurde. Diese Pumpen haben oft keine hohe Schutzklasse für dauerhaft feuchte Umgebungen. Wenn die Pumpe im Heizbetrieb dauerhaft läuft, obwohl sie es nicht müsste, könnte sie auch durch die Kältebrücke im Gehäuseinneren selbst Schwitzwasser bilden. Ein hydraulischer Abgleich der Wärmeverteilung ist zwar eher für Wasser-Systeme relevant, aber eine saubere Planung der Kältemittelleitungswege ist bei Multi-Split-Anlagen das A und O. Bestehen Sie darauf, dass der Fachbetrieb die Stoßstellen der Isolierung fachgerecht verklebt. Offene Kanten sind bei dem aktuellen feuchten Wetter in Deutschland der Hauptgrund für solche Probleme.

Petra L. · 22.09.2026, 05:03

Hallo in die Runde, das Problem ist leider oft ein klassischer Montagefehler bei beengten Platzverhältnissen. Viele Installateure konzentrieren sich auf die Inbetriebnahme und die Einhaltung der ChemKlimaschutzV, vernachlässigen aber die absolute Dampfdiffusionsdichtigkeit der Dämmung an den Wanddurchbrüchen. Ich kann mich Ralf nur anschließen: Wenn die Isolierung nicht durchgängig verklebt ist, bringt die beste Anlage nichts, weil die feuchtwarme Innenluft an den Kälteleitungen kondensiert. Das hat dann auch nichts mit der eigentlichen Klimaanlagenfunktion zu tun. Ich hatte das Problem bei einem Projekt ebenfalls, und wir mussten letztlich die gesamte Wandöffnung ausschäumen und zusätzlich diffusionsdicht versiegeln. Lassen Sie das unbedingt vor den ersten Minusgraden beheben, sonst zieht die Feuchtigkeit in das Mauerwerk ein und gefriert dort im schlimmsten Fall.

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