Zum Inhalt
KlimaCorner
BEG-Förderung 2026 für S-Klima Wärmepumpen nutzen
Heizungsförderung 17. September 2026

BEG-Förderung 2026 für S-Klima Wärmepumpen nutzen

Die BEG EM-Förderung 2026 unterstützt den Heizungstausch. S-Klima-Wärmepumpen erfüllen die KfW-Kriterien für eine finanzielle Bezuschussung der Sanierung.

Klimacorner Redaktion

Mit den seit Sommer 2026 wirksamen Nachschärfungen in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) stehen Fachhandwerker und Sanierer vor einer veränderten Förderlandschaft. Während das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) weiterhin bauliche Begleit- und Effizienzmaßnahmen sowie den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) bezuschusst, liegt die finanzielle Hebelwirkung beim Heizungstausch unverändert bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Für die technische Umsetzung rücken moderne Split- und Multi-Split-Wärmepumpenlösungen wie jene von S-Klima, dem deutschen Exklusivvertriebspartner für Klimatechnik und Wärmepumpen von Mitsubishi Heavy Industries (MHI), verstärkt in den Fokus. Wir beleuchten die Fördersätze, Auslegungsvorgaben nach VDI und die kältetechnische Praxis.

Förderlandschaft im Herbst 2026: Bis zu 70 Prozent Zuschuss realisieren

Seit den Reformen setzt sich die KfW-Zuschussförderung für den Heizungstausch im Gebäudebestand aus mehreren Bausteinen zusammen. Die Grundförderung liegt bei 30 Prozent der anrechenbaren Kosten für die Erneuerung der Heizungsanlage. Für die erste Wohneinheit eines Wohngebäudes beläuft sich der maximale förderfähige Kostenrahmen auf 28.000 Euro, für Mehrfamilienhäuser greift eine degressive Staffelung (15.000 Euro für die zweite bis sechste und 8.000 Euro ab der siebten Einheit).

Zusätzlich profitieren Sanierer von gestaffelten Boni: Selbstnutzende Wohneigentümer können je nach Haushaltsjahreseinkommen einen Einkommensbonus beanspruchen. Der bewährte Klimageschwindigkeitsbonus honoriert den zügigen Austausch alter, ineffizienter Öl-, Kohle-, Nachtspeicher- oder Gasheizungen. In Summe ist die maximale Zuschusshöhe für Einzelmaßnahmen im Altbau auf bis zu 70 Prozent begrenzt. Begleitende Optimierungen an der Gebäudehülle oder raumlufttechnischen Anlagen werden parallel über das BAFA mit 15 Prozent (bzw. 20 Prozent mit gültigem iSFP-Bonus) kofinanziert. Zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen steht zudem der zinsgünstige KfW-Ergänzungskredit zur Verfügung.

Technische Fördervoraussetzungen nach BEG und GEG

Damit Luft-Wasser- oder modulierende Luft-Luft-Wärmepumpen förderfähig sind, stellt der Gesetzgeber strenge Kriterien an die Gesamtinstallation:

  • Jahresarbeitszahl (JAZ): Gemäß VDI 4650 muss das Gesamtsystem eine rechnerische Mindest-JAZ von 3,0 nachweisen können.
  • Mess- und Zählerkonzept: Pflicht ist die Integration von Messeinrichtungen zur Erfassung der thermischen Wärmemenge sowie separater Stromzähler zur transparenten Verbrauchs- und Effizienzanzeige.
  • Netzdienlichkeit und Konnektivität: Die Anlagen müssen digitale Steuerungsbefehle des Netzbetreibers verarbeiten können (beispielsweise über SG Ready oder Schnittstellen gemäß § 14a EnWG).
  • Hydraulischer Abgleich: Bei wassergeführten Systemen ist der hydraulische Abgleich nach Verfahren B zwingend durchzuführen und per Fachunternehmererklärung zu belegen.
  • Erneuerbare-Energien-Quote: Mit der Installation einer Wärmepumpe erfüllen Sanierer direkt die 65-Prozent-EE-Vorgabe des Gebäudeenergiegesetzes (GEG).

Leistungsvergleich: Hydraulische und kältetechnische Auslegung

Die folgende Übersicht vergleicht typische Auslegungswerte für eine energetische Ertüchtigung eines Einfamilienhauses (Heizlast ca. 10 kW bei Standard-Normaußentemperatur -10 °C):

| Parameter | Konventioneller Bestand (Altanlage) | Modernes S-Klima Inverter-System | Anmerkung / Norm | | :--- | :--- | :--- | :--- | | Vorlauf-/Kondensationstemperatur | 70 °C | 45 °C – 55 °C | Auslegung auf Niedertemperatur nach EN 14511 | | Saisonale Effizienz (SCOP) | nicht zutreffend | 4,2 – 4,8 | Geprüft nach EN 14825 | | Rechnerische JAZ | < 2,2 (bei Alt-WP) | 3,8 – 4,1 | Nachweis gemäß VDI 4650 zwingend für BEG | | Leistungsregelung | 1-stufig Ein/Aus | Stufenlose DC-Inverter-Modulation | 15 % bis 100 % Nennlast | | Steuerung / Netzdienlichkeit | Keine | SG Ready / VHP Ready Schnittstelle | Gemäß Förderanforderung 2026 |

Kältekreisprozess und Inverter-Vorteil von S-Klima

Die Effizienz einer Wärmepumpe basiert thermodynamisch auf dem linksdrehenden Kompressionskältekreis. Kältemittel nimmt bei niedrigem Druck und niedriger Temperatur in einem Verdampfer Umgebungswärme auf und verdampft dabei. Anschließend hebt ein elektrisch angetriebener Kompressor den Kältemitteldampf durch isentrope Verdichtung auf ein höheres Druck- und Temperaturniveau.

Im Verflüssiger (Kondensator bzw. Plattenwärmetauscher) wird die Wärme an das Heizmedium oder die Raumluft abgegeben, wobei das Kältemittel unter Enthalpieabnahme kondensiert. Ein elektronisches Expansionsventil (EEV) entspannt das Kältemittel schließlich wieder auf den Ausgangsdruck, woraufhin der Zyklus von Neuem beginnt. Der theoretisch maximal erreichbare Wirkungsgrad wird durch den Carnot-Gütegrad bestimmt:

$$\eta_{Carnot} = \frac{T_{warm}}{T_{warm} - T_{kalt}}$$

Da die thermodynamischen Temperaturen in Kelvin gerechnet werden, steigt die Leistungszahl (COP) signifikant, je geringer der Temperaturhub zwischen Wärmequelle und Wärmesenke ausfällt. Genau hier setzen die Inverter-Technologien von S-Klima und Mitsubishi Heavy Industries an. Statt intermittierendem Ein-Aus-Betrieb regelt der DC-Inverter-Doppelrollkolbenverdichter die Drehzahl stufenlos und passt den Kältemittelmassenstrom präzise an die tatsächliche Gebäudeheizlast an. Dies minimiert Druckverluste im Kältekreis, vermeidet energetisch ungünstige Taktverluste und sichert exzellente Teillast-Wirkungsgrade bei milderen Außentemperaturen.

Beispielrechnung: Wirtschaftlichkeit und Förderhebel in der Praxis

Betrachtet wird ein unsaniertes Bestandsgebäude mit einer alten Ölheizung. Die Gesamtkosten für den Austausch inklusive Demontage, Einbau einer modulierenden Split-Wärmepumpenanlage, Pufferspeicher, hydraulischem Abgleich und Messtechnik belaufen sich auf 31.000 Euro brutto.

  • Förderfähige Höchstgrenze: 28.000 Euro
  • Grundförderung (30 %): 8.400 Euro
  • Klimageschwindigkeitsbonus (16 %): 4.480 Euro
  • Einkommensbonus (z. B. 30 % bei qualifiziertem Haushaltseinkommen): 8.400 Euro
  • Kalkulatorische Summe der Boni: 76 % (wird durch Förderdeckel auf maximal 70 % begrenzt)
  • KfW-Zuschuss (70 % von 28.000 Euro): 19.600 Euro
  • Verbleibender Eigenanteil des Bauherrn: 11.400 Euro

Durch den Einsatz hocheffizienter Inverter-Technik amortisiert sich der verbleibende Eigenanteil im Zusammenspiel mit sinkenden Primärenergiekosten oft bereits innerhalb von fünf bis sieben Jahren.

Praxishinweise für SHK- und Kälte-Fachbetriebe

Für eine reibungslose Bewilligung durch die KfW müssen Fachhandwerker auf eine saubere Dokumentation achten. Vor Beginn der Maßnahme (Liefer- und Leistungsvertrag mit auflösender/aufschiebender Bedingung der Förderzusage) muss die KfW-Antragstellung erfolgen. Die Auslegung der Heizflächen muss sicherstellen, dass die geforderte Mindest-JAZ bei maximalen Auslegungsvorlauftemperaturen sicher erreicht wird. Zudem fordert die Richtlinie für alle invertergeführten Systeme eine normgerechte elektrische Anbindung für externe Steuerungssignale zur Netzstabilisierung.

Wer auf der Suche nach förderfähigen Wärmepumpen, modernen Split-Klimageräten mit Heizfunktion sowie passendem Installationszubehör ist, findet auf Klimacorner.de eine breite Auswahl führender Hersteller, tiefgehende technische Fachberatung und marktgerechte Konditionen für Fachhandwerk und Endkunden.

Bildverweise

  1. 1.Quelle: BAFA / KfW BEG-Richtlinie Einzelmaßnahmen, S-Klima technische Dokumentation
  2. 2.Bild: S-Klima / Mitsubishi Heavy Industries
Video zum Thema

Passende Produkte aus unserem Shop

KlimaCorner
[Paket] Klimaanlage Mitsubishi Heavy FDTC 50 VH + SRC 50 ZSX-W3 - 5,0|5,4 kW Kühlen|Heizen inkl. Paneel und FB

[Paket] Klimaanlage Mitsubishi Heavy FDTC 50 VH + SRC 50 ZSX-W3 - 5,0|5,4 kW Kühlen|Heizen inkl. Paneel und FB

Art.-Nr. 23436

3.050,46 €

inkl. ges. MwSt. zzgl. Versandkosten

Stand: 17.09.2026

sofort verfuegbar

Zum Produkt

Mehr zum Thema

Weitere Beitraege aus Heizungsförderung

S-Klima Heizungsförderung KfW Wärmepumpe BEG

Fragen & Kommentare

Sie haben eine Frage zum Beitrag oder zu einem Klimagerät? Stellen Sie sie hier – die Redaktion und andere Leser helfen gerne weiter. Eingereichte Fragen erscheinen nach kurzer Prüfung durch die Redaktion.

Noch keine freigegebenen Fragen – stellen Sie die erste.

base44
Edit with Base44